Vorschau: Italien

… genauer gesagt: Turin und Genua. Neben ein paar Stadtrundgängen werden vor allem ein automobiler Industriebau mit Steilkurve, die Hallen eines Ingenieurs und die gebauten Werke eines polaroidisierenden Playboys eine Rolle spielen.

Als Appetithappen drei Bilder:

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il aperitivo

il aperitivo

Torino, Piazza Castello.

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Vorfreude

Photo31_29

Am Wochenende endlich wieder Lärm – bei der größen Schlammgrillparty der Welt.

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Aus dem Archiv: Berliner Spaziergänge

Kiev-4, Agfa Vista, Fujicolor 200. Charlottenburggrad, November bis Februar.

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Test: Pentax K5 II

Alles Gute beginnt mit einem Ärgernis. So wollte ich mich neulich (auch schon wieder einige Zeit her… wie die Zeit rennt!) anhand der freundlicherweise von meinem Lieblingsautoteilehändler zur Verfügung gestellten Teile an der Produktphotographie versuchen. Ohne Studio und ohne Licht gar nicht so einfach, aber wofür kann der Mensch denn improvisieren…

Was zuerst vielversprechend aussah, entpuppte sich dann am Rechner als herbe Enttäuschung. Sensordreck. Vom Feinsten. Und diesmal in einem Ausmaß, das sich nicht mehr ignorieren ließ.

Das war eindeutig zu viel.

Die erste Reaktion, wenn man an seine Grenzen kommt ist immer noch dieselbe wie damals in der Schule: dann wird eben geschummelt. Nehmen wir doch einfach einen schwarzen Hintergrund, dann fällt der dunkle Dreck auch gar nicht mehr auf…


Schön. Aber was, wenn man irgendwann dann mal schwarze Kunststoffteile hätte? Es half nichts, der Dreck mußte weg, und nachdem alle Versuche der Kontamination mit Bordmitteln Herr zu werden schon zuvor grandios gescheitert waren führte an einer Sensorreinigung im Fachhandel nichts vorbei.

Am nächsten Tag brachte ich die Kamera zu Photo Hess in der Kaiser-Friedrich-Straße. Dort gab man mir im Austausch eine K5 II. Leider nur kurzfristig, denn das Promotionsangebot von Pentax sah die kostenlose Leihe leider nur für maximal zwei Tage vor. Mit einer K5 hatte ich ja schon seit ihrem Erscheinen geliebäugelt, so daß ich das Angebot natürlich gerne annahm.

(Man sehe mir bitte die miserable Qualität nach, mit dem Telephon ging das leider nicht besser.)

Erster Eindruck: Paßt.
Kompakt, schwer. Oder besser: die Kamera hat eine sehr wertige Dichte. Fluffigen Plastikkram möchte ich beim Photographieren nicht in der Hand haben müssen, eine Kamera muß Solidität ausstrahlen – und braucht auch aus ganz praktischen Erwägungen eine gewisse Masse: die schützt nämlich vorm Verreißen. Auch ergonomisch gibt es nichts auszusetzen: alles ist da, wo man es vermutet und braucht. Pentax eben.

Besonderes Lob widerfuhr der K5 im Netz für ihr Rauschverhalten bei hohen Empfindlichkeiten. Gut, dann wollen wir das doch einmal ausprobieren. Ich mußte eh noch dem Schneewittchen, daß sich wie neulich angesprochen zur Blechkur befand eine Visite abstatten. Termi konzentriert sich zwar jetzt auf Fahrräder (wobei das Wort “Fahrrad” seinen zweirädrigen Kunstwerken nicht gerecht wird), besitzt aber immer noch Garage und Hebebühne – und offensichtlich mag er den Wagen…
Was lag also näher, als beides zu verbinden? In der Garage ist es dunkel, es gibt fieses Kunstlicht und harte Kontraste. Ein fordernderes Testprogramm fiele mir auch jetzt im Nachhinein nicht ein. Als besondere Gemeinheit beschloß ich, ausschließlich als .jpg zu photographieren. Genutzt wurde das Kitobjektiv (18-55mm 1:3.5 – 5.6 WR) und mein altes Pentax-A 28mm 1:2.8.

Die Bilder mit den Turboschriftzügen haben am Rechner etwas mehr Kontrast bekommen, ansonsten ist alles (außer dem Verkleinern) so, wie es die Kamera auf die Speicherkarte geschrieben hat. Je eines mit 400 und 800, den Großteil aber mit ISO 1600 bis 3200. Doch, die k5 kann was. Gerne habe ich sie nicht zurückgegeben…

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Bildende Kunst

Die Aufgabe:

Semesteraufgabe: Schuhkarton-Ein Raum Ihrer Erinnerung

Nehmen Sie einen geeigneten handelsüblichen Schuhkarton und bauen Sie
in diesen das dreidimensionale Abbild IHRES Raumes.
Das können sein: der Raum, in dem Sie gerade wohnen, der, indem Sie
gerade arbeiten oder ein Raumes Ihrer Erinnerung: der Raum, in dem Sie
aufgewachsen sind, oder andere Räume, die für Sie bedeutsam sind. Die
Grundmaße des Raumes sind dabei auf die Kartongröße zu übertragen. [...]
Fotografieren Sie diesen Raum so, dass man auf dem Foto (S/W oder
Farbe) denken könnte, dass es sich bei dem Modell um einen „wirklichen“
Raum handelt. [...]
Das Material, das Sie hierfür benutzen möchten, ist frei wählbar.

Wenn der Beauftragte als Berufsnomade jahrzehntelang mehr Zeit auf der Autobahn denn im eigenen Bett verbringt und das Mietverhältnis der Garage mit Umzugskartonlager das der jeweiligen Dienstwohnungen zeitlich um ein vielfaches überdauert, dann kommt folgendes dabei heraus. ;-)

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Blöde Zicke!

Da lobt man neulich überschwenglichst, und was macht das Auto?

Telephonbild, man möge bitte über die unterirdische Qualität hinwegsehen.

Telephonbild, man möge bitte über die unterirdische Qualität hinwegsehen.

Stellt sich anderthalb Stunden vor dem Ziel mit Warnblinker an den Straßenrand. Unerhört.

Was war passiert? 17:00 Start in Berlin, geschätzte Ankunft im Ruhrgebiet 21:00. Dort sollte dat Schneewittchen ausgetauscht werden gegen den 9000, der gerade aus der Inspektion zurückkam – und für die fünfpersönige Alpenquerung samt Italienaufenthalt besser geeignet schien, weil breiter und bequemer und überdies mit funktionierender Klimaautomatik ausgestattet. Designgründe nicht zu vergessen, als tipo 4 paßt der 9000 natürlich hervorragend nach Norditalien.
Offensichtlich nahm dat Schneewittchen das übel.

Kurz vor obigem traurigen Bild glomm die Ladekontrolleuchte kaum merklich auf – und erlosch wieder. Dann ging sie kurz wieder an, aber bei veränderter Drehzahl wieder aus. Merkwürdig, vielleicht rutscht ja der Keilriemen durch. Man war ja sehr zügig unterwegs und nur durch die noch montierten Winterpneus eingebremst.
Nach dem Tankstop sprang zwar der Motor auf die erste Kurbelwellenumdrehung an, die Warnlampe kam jedoch wieder – und ließ sich mit einem Gasstoß beruhigen. Auf dem Rückweg zur Autobahnauffahrt erneut die Ladekontrolleuchte – und 30 Meter weiter ist der Motor aus.

Der ADAC läßt sich Zeit, diagnostiziert nach Eintreffen eine tiefenentspannte Batterie, an der auch kein Ladestrom ankommt. Wie auch? Die Kohlen des Lichtmaschinenreglers waren völlig verschlissen. Der Regler ist schnell getauscht (und kostet äußerst faire 15€), Starthilfe, weiter geht’s.
Anlaß zur Beunruhigung gibt zweierlei: erstens waren die alten Kohlen gerade einmal grob 50.000km alt, und zweitens meldete sich die Ladekontrolleuchte im weiteren Reiseverlauf bei Geschwindigkeiten über 180km/h erneut. Sollte bei lächerlichen 512.000 gelaufenen Kilometern vielleicht gar die Lichtmaschine selber austauschreif sein? Mein Vertrauen in die Langzeitqualität wäre merklich erschüttert.

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