Irgendwas is’ ja immer. Diesmal: Radlager.

Wie bereits hier angedeutet wurde dat Schneewittchen über den Jahreswechsel unangenehm laut. Dumpfes Dröhnen bei Landstraßengeschwindigkeiten aufwärts; in scharfen Rechtskurven auch Schabegeräusche. Das sprach eigentlich dafür, daß es das vordere linke Radlager hinter sich hätte.
In der Folge hatte ich den Wagen dann mal aufgebockt und versucht, durch heftiges Räderwackeln Spiel im Radlager ausfindig zu machen, aber ohne Befund. (Das funktioniert aber nur, wenn man erstens wirklich heftig dran reißt, was sich bei einem aufgebocktem Auto als schwierig erweist, will man den Wagen nicht herunterwerfen; zweitens nur wenn die Lager auch wirklich schon heftig fertig sind.) Also vielleicht doch kein Radlager, sondern “bloß” Sägezahn? Die Reifen fühlten sich aber gar nicht so fies an. Und dann war da ja noch das Schaben. Aber kein Spiel fühlbar, so schlimm konnte es dann also nicht sein.
Ich traute mich also, noch eine Fahrt nach München anzutreten, wo ich den Wagen dann übers Wochenende in des Doktors Obhut gab.

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Komischerweise war auf der Bühne dann das Radlager vorne rechts auffällig. Merkwürdig, aber kaputt ist kaputt… Frank tauschte also das eindeutig defekte rechte Radlager und zog gleich nochmal die Schrauben am Flansch des Katalysators nach, die sich alle 100.000km zu lockern scheinen.
Auf dem Rückweg war das Auto dann auch sofort leiser. Das leichte Schaben in schärfsten Rechtskurven höre ich aber gelegentlich immer noch… Würde mich nicht wundern, wenn es das linke Radlager demnächst also auch zerlegen wird. Ja, das sind Verschleißteile, und bei diesem Kilometerstand darf das schonmal vorkommen. Wobei ich allerdings der Meinung bin, schon einmal, recht kurz nach dem Kauf, an diesem Auto beide Radlager gemacht zu haben; dann hätten die Lager nur grob 200.000km gehalten. Vorne ist das zum Glück nicht so schlimm, da gibt es die Lager einzeln. Hinten müßten gleich die Radnaben mitgetauscht werden. Das wäre dann für’s Portemonnaie deutlich schmerzhafter.

Das Kupplungspedal steht ab jetzt unter Beobachtung; dort scheint sich ein Langloch zu bilden. Unter Umständen müssen wir da in den nächsten paarhunderttausend Kilometern mal ran.

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Shells miese Marketing-Masche

Aua. Das tat weh, ich weiß. Aber der geneigte Leser möge dem Autor dieser Zeilen die Überschrift verzeihen, schließlich hat der Verfasser die Hoffnung auf einen Anruf eines gewissen Kai D. und eine sich anschließende lukrative Karriere als Urheber alliterationsreicher Überschriften und reißerischer Wenigzeiler noch nicht aufgegeben.

Ich war also neulich tanken. (Das passiert einem Autofahrer ja durchaus gelegentlich.)

Gleich zwei Versuchungen.

Gleich zwei Versuchungen.

Neben einigen Litern aromatischer Kohlenwasserstoffe begleiteten mich auf dem Heimweg auch ein Stück Papier und ein Tütchen mit Plastikklötzchen, die mich beide zum regelmäßigen Konsum überteuerter Muschelsuppe verführen sollen. Beides ist gleichermaßen perfide. Zu den Legoklötzchen hatte ich ja schon einmal etwas geschrieben. Meine Hochachtung vor der Marketingmannschaft ist indes noch weiter gestiegen: die philippinische Kampagne aus dem Jahr 2012 jetzt, also im Winter 2015/16 zum zweiten Mal in Deutschland wieder aufzuwärmen, das muß man sich auch erstmal trauen. Und es funktioniert, wie ich an mir selber feststellen mußte:

Männer werden den Worten meiner Großmutter zufolge nur älter, aber niemals erwachsen; die geistige Reife eines Mannes wird gemeinhin je nach Quelle mit acht (“Männer werden acht Jahre alt, danach wachsen sie nur noch”) bis neun Jahren (“[…] inner nine-year-old”) abgegeben. Der herrschenden Meinung nach seien Männer folglich nicht oder nur beschränkt geschäftsfähig. (Sagt meine Frau auch immer.) Sie mit Kinderspielzeug zum Kauf unnötig teurer Kraftstoffe zu verleiten dürfte folglich nicht anders als verwerflich genannt werden können.

Noch perfider jedoch ist der beigelegte Werbezettel. “Für die besten Autofahrer der Welt” sei das Angebot. Da fühlt man(n) sich doch gleich angesprochen. Illustriert wird der Claim mit dem Volant eines klassischen Fahrzeuges, gelenkt von zarter Damenhand (mit Fahrerhandschuh). Fahrerhandschuhe, schön. Aber Moment mal, die besten Autofahrer der Welt und das Bild zeigt eine Frau am Steuer? Verunsicherung macht sich breit. Der Autor findet vorübergehend Trost in dem Gedanken, daß die Aufnahme sicherlich im Photostudio entstanden sein möge und liest weiter: Für gut zehn im Voraus zu zahlende Doppelmark im Monat bzw bei jährlicher Zahlung einem Hunderter könne man die teure Muschelsuppe zum Preis des 95-Oktanigen Benzins tanken. Im Regelfall kostet V-power 16-18ct/l mehr; man müßte also grob 56 bis 63 Liter monatlich tanken, um zu sparen. Das klingt machbar, durch dat Schneewittchen läuft jedenfalls an einem Wochenenende schon grob das Doppelte durch.

Könnte man denken. Man zahlt dann aber trotzdem einen Zehner mehr, als wenn man einfachen Superkraftstoff tankte. Und ja: ich mag den Stoff. 100 Oktan heißt bei den relativ stumpfsinnigen Ladedrucksteuergeräten im 900 und frühen 9000 absurd viel Ladedruck (gut, das kann die blaue Konkurenz auch). Schon mit Optimax anno dazumal (spätestens an dieser Stelle wird der geneigte Leser auf mein fortgeschrittenes Alter stoßen) lief mein erster Saab wie die Seuche; die auf dem Tachometer abgelesene Höchstgeschwindigkeit von “VDO km/h” habe ich danach mit keinem anderen Auto mehr erreichen können. Dat Schneewittchen baut mit V-Power bei Außenlufttemperaturen unter 10°C so dermaßen viel Ladedruck auf, daß die recht neue (und kaum verschlissene, da Langstreckenfahrzeug) Kupplung hilflos durchrutscht. Der Fiat läuft mit dem Stoff statt der im Fahrzeugschein eingetragenen 215km/h laut Tachometer 245 (und laut Navi 238). Ja, ich weiß, der Lappen heißt jetzt Zulassungsbescheinigung Teil II und ist völlig blödsinnig organisiert, so daß man nix mehr wiederfindet. Noch ein Hinweis auf mein Alter. Oder die Brüsseler Unfähigkeit.
Aber zurück zum Kraftstoff: die Karren laufen damit wie blöde, und der Fiat wird sogar sparsamer. (Den mit einigem Abstand minimalsten Minimalverbrauch von 6,04 l/100km hatte ich mit Muschelsuppe herausgefahren, allerdings waren die Umweltbedingungen an de, Tag auch optimal). Shell wirbt ja nicht nur mit Mehrleistung, sondern auch mit Minderverbrauch. Wie man in West- und Norddeutschland zu sagen pflegt: geiler Scheiß.

Allerdings dürfte es sich bei alten Saabs auch um die einzigen Autos handeln, deren Motorleistung mit höchstoktanigem Kraftstoff so dermaßen explodiert. Deren Steuergeräte kennen nämlich, vereinfacht gesagt, nur “klopft” oder “klopft nicht” und erlauben im zweiten Fall immer höhere Ladedrücke. Nur geringfühig neuere Systeme entnehmen den zulässigen Ladedruck einer Tabelle. Dieser Wert wird auch unter Optimalbedingungen nicht überschritten, der wird höchstens reduziert. Höheroktaniger Kraftstoff kann also bei einem hinreichend modernen Motormanagement kaum bis keine Mehrleistung bringen. (Wir gehen mal vom Serienstand der Software aus.)
Mehrleistung und Minderverbrauch lassen sich theoretisch auch durch eine bessere Zündzeitpunktlage erreichen, die durch die höhere Klopffestigkeit ermöglicht wird. Hier ist der 900 raus, dessen stumpfe Saugrohrdruck- und fliehkraftgeregelte Verteilerzündung ist dafür zu dumm. Aber der 9000 turbo kann das. Und welches Auto noch?
Wenn die Konstrukteure ihr Handwerk verstanden haben, dann nicht viele. Es kommen nur Turbomotoren in Frage (deren effektives Verdichtungsverhältnis ändert sich nämlich dynamisch mit dem Ladedruck; oft wird an der Klopfgrenze erst die Zündung zurückgenommen, bevor der Ladedruck reduziert wird). Bei einem Saugmotor tut sich aber nicht viel. Wenn die Entwickler nicht vollkommen gepennt haben liegt der Zündzeitpunkt da mit dem Auslegungskraftstoff optimal. Besser als bestens geht nicht. (Lediglich bei einigen Steinzeitmotoren kann es sich lohnen, den Verteiler ein bis zwei Grad Richtung “früh” zu verdrehen, aber welches 40-Jahre Auto ist denn heute noch auf der Straße? Das betrifft hauptsächlich Motoren, die für verbleites super bzw super plus ausgelegt wurden und dann mit dem deutlich minder klopffesten bleifreien Normalbenzin oder Eurosuper zurechtkommen sollten. Wenn da die Kompression nicht reduziert wurde wurde stumpf die Zündung zurückgestellt; das könnte man bei Veränderung besseren Sprits rückgängig machen.)

Was bleibt noch? Oh, die Reibungsmodifizierer. Die verminderten die Reibung und verringerten den Verschleiß an Kolbenringen und Laufflächen, sagt Shell. Außerdem sei V-Power mit Reinigungsadditiven vollgestopft. Und ja, das funktioniert. Blöderweise ist das ein ziemlich alter Hut. Kraftstoff kommt in Deutschland in der Regel markenübergreifend aus derselben regional jeweils günstig gelegensten Raffinerie; nur die Additive könnten sich unterscheiden. (Früher hat die Shell-Werbung darauf herumgeritten, daß V-Power synthetisch – mittels Fischer-trosch-Synthese aus Erdgas – gewonnene Anteile habe; auch wenn das dem Vernehmen nach nur 5% gewesen seien hätte das den Kraftstoff zu einer Ausnahmeerscheinung gemacht. Davon liest man mittlerweile nichts mehr; den Rest kann sich der Leser denken.) Die DIN EN 228 macht Vorgaben zu Dichte, Brennwert und Oktanzahl, aber wenig zur Additivierung. Und während es also möglich wäre, nahezu unadditivierten oder bedeutend schlechter additivierten Sprit an einer beliebigen Tanke zu tanken, so kaufen doch die meisten Marken in Deutschland ihr Additivpaket bei BASF. Was lesen wir da?
Reinigungsadditive und Reibungsmodifizierer. Welche Überraschung! (Der Sprit von Shell und Esso wird vermutlich mit Additiven von Infineum versetzt sein; jedenfalls gehört Infineum zu gleichen Teilen Royal Dutch Shell und Exxon Mobil.)

Kurzfassung: notwendig ist die Muschelsuppe nicht, kauft man beliebigen Markensprit sollte dem Motor genüge getan sein. (An der freien Tankstelle wäre es theoretisch denkbar, daß nur Sprit, der die Norm gerade eben so schafft verkauft wird, genauso kann aber exakt das gleiche Zeugs wie bei der Marke auf der anderen Straßenseite drin sein; was genau er gekauft hat weiß aber höchstens der jeweilige Betreiber.) Ja, V-Power wird wohl stärker additiviert sein. Ich kenne jedenfalls einige Händler/Werkstätten die mies laufenden Kurzstreckengurken eine Runde um den Berliner Ring mit Muschelsuppe im Tank verordnen, danach verbessere sich sowohl der Motorlauf wie auch das Abgasverhalten dann erheblich. Das mag dann aber zum Teil auch daran liegend, das a) die Besitzersparfüchse immer konsequent bei der Billigtanke getankt haben und b) Kurzstreckengegurke keinem Motor gut tut, c) die Kombination von Sprit unbekannter Güte und Kurzstreckengegurke erst recht nit toll ist und d) schließlich einige hundert Kilometer Autobahnrennen dagegen mit fast jedem Kraftstoff die Brennräume wieder frei kriegt.
Aber der 9000 läuft mit Shell V-Power tatsächlich sparsamer, und beide Saabs bauen mehr Ladedruck auf und werden tatsächlich schneller als mit Durchschnittsprit. Also wird der Kraftstoff wohl tatsächlich besser sein. Ist das aber einen Zehner Aufpreis pro Tankfüllung (oder, wenn man den V-Power-deal mitnimmt, pro Monat) wert? So viel Sprit kann das Zeugs gar nicht einsparen, daß unterm Strich eine Nullnummer rauskäme. Shell will also, daß ich mehr Geld ausgebe als nötig.

Ich habe trotzdem nicht nur kurz drüber nachgedacht.
Aber ich bin ja auch nur ein Mann.

Disclaimer:
Der Verfasser hält u.A. direkt Anteile an Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29) und BASF (WKN BASF11), indirekt auch an Exxon Mobil (ISIN US30231G1022).

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Das hätte man nicht tun dürfen?

Das hätte man nicht tun dürfen. Dieser Satz wird Bruno Sacco im Angesicht einer mimosengelb-plüschgrünen S-Klasse zugeschrieben.

Vor einigen Tagen stieß ich auf der Suche nach einem tiefgaragentauglicheren Vehikel auf ein etwas älteres Bild meines eigenen Autos, aufgenommen vor geraumer Zeit bei der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe Fahrdynamik.

Man erkennt: die Grasmeier-Felgen Ronal Turbos aus dem Originalzubehör stehen dem Wagen wirklich vorzüglich. Die hatte ich aber während der vorvorjährigen 24 Stunden vom Nürburgring gegen einen Satz Prollfelgen stilsichere Zubehörfelgen von Schüßler eingetauscht. Und plötzlich kam mir der weise Ausspruchs des Leiters der Abteilung Stilistik wieder in den Sinn. Ich erlaube mir eine Gegenüberstellung:

Vielleicht hatte Bruno Sacco ja recht. Man muß nicht alles machen, nur weil man es kann.

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Duplex ist doof. Oder: ich brauche ein anderes Auto.

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Nun hat es uns also auch erwischt, indirekt zwar, aber dennoch. Ausgerechnet uns, die Pioniere der Gentrifizierung, die die konspirative Tiefgarage schon anmieteten, als der Wedding noch gesetzloses Ghetto war. Wenn James May recht hat (und da hat der Autor keine Zweifel), dann ist das im-Straßenbild-sichtbar-halten ästhetisch gelungener Autos quasi ein Akt der künstlerischen Intervention. Wir maßen uns also nicht zuviel an, schreiben wir die Transformation von Teilen des Weddings auch unserem segensreichen Wirken zu…

Die konspirative Tiefgarage in der zeitgenössischen Kunst.

Die konspirative Tiefgarage in der zeitgenössischen Kunst.

Jetzt reißt also die Immobilieninhaberin einige Blocks entfernt ein Gebäude ab und weist den dortigen Stellplatzmietern unsere Tiefgarage zu; uns dagegen kündigt man trotz überlegenem kulturellen wie wirtschaftlichen Kapitals. Uns! Nur weil die Eingeborenen zugleich auch Wohnungsmieter sind… Skandal.
Das jedenfalls zwang uns zu einem Standortwechsel. In angenehmerer Lage, mit einer weniger verwinkelten Zufahrt und einer funktionsfähigen Belüftung, die die Belastung mit Kohlenwasserstoffen und Atemgiften auf erträglichem Niveau hält. Da war auch nebensächlich, daß wir nicht mehr die ganze Garage für uns alleine haben – zumal die Nachbarschaft auch fast ausschließlich aus Altblech besteht. So ganz böse waren wir dem Schicksal also nicht. Bis ich letzte Woche das Plüschtier in sein neues Quartier überführte.

Angenehme Nachbarschaft jedenfalls. Gut sieht das aus - auf den ersten Blick.

Angenehme Nachbarschaft jedenfalls. Gut sieht das aus – auf den ersten Blick.

Nun ist vorwärts einparken ja eindeutig etwas für Mädchen. Ich präzisiere: für Mädchen, die kein Auto fahren können. Der Mann von Welt parkt rückwärts ein; erstens weil er es kann; zweitens weil er beim Bund gelernt hat, Kraftfahrzeuge grundätzlich in Fluchtrichtung abzustellen, drittens weil er als zivilisierter Mensch zu Rücksichtnahme und kooperativem Verhalten befähigt ist. (Ein vorwärts eingeparktes Auto, insbesondere als Kombinationskraftwagen oder Pseudogeländewagen, versperrt dem Parkplatznachbar die Sicht auf den fließenden Verkehr, so daß er nicht mehr gefahrlos ausparken kann. Alleine deshalb gehören SUV-Mamis verboten.)
Dem Leser sei versichert: seinem Selbstbild treu pflegt der Autor auch grundsätzlich rückwärts einzuparken (vorwärts kann er es auch gar nicht). Grundsätzlich, der Jurastudent wird es wissen, beinhaltet aber immer auch die Ausnahme.
Beim Rückwärtseinparken setzte der Wagen zum großen Verdruß des Autos mit der Abgasanlage auf. Es geht bei dieser speziellen Ausführung einer Duplexgarage ja durchaus in steilem Winkel abwärts. Da ein Auto nicht vorne und hinten symmetrisch ist lag es nicht fern, in diesem Fall ausnahmsweise das Vorwärtseinparken zu probieren in der Hoffnung, so genug Freigängigkeit zu erreichen, allein: die Hoffnung trog. Der U-Bügel einer Schelle der Abgasanlage verkeilte sich darüber hinaus noch dergestalt festgreifend im Spalt zwischen Garagenboden und Duplexstandfläche, daß es die bei der Grundinstandsetzung erneuerte Abgasanlage trotz der einparktypisch äußerst geringen Geschwindigkeit aus ihrer Halterung riß.

Schöne Bescherung.

Schöne Bescherung.

Es folgt: Diese Garage verlangt nach höherer Bodenfreiheit und besseren Böschungswinkeln. Kurz: diese Garage verlangt nach einem anderen Fahrzeug. Fände sich in der geneigten Leserschaft vielleicht jemand, der das Plüschtier gegen etwas anderes eintauschen mag?
Vorzugsweise groß, grün, geländegängig. Das wäre im Übrigen auch dem allgemeinen Berliner Straßenzustand angemessener.

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Wir bräuchten da mal kurz Eure Hilfe…

Wer kennt das nicht: Gefälligkeitsklickwettbewerbe. Da wird hemmungslos die persönliche Startseite sozialer Medien zugemüllt. Wenn ich eine Million likes bekomme schenkt Onkel Alfred mir einen Goldfisch. Wenn Du nicht für JKW abstimmst stirbt in China eine Glückskatze. Klicke “like”, um… Ihr kennt das.

Mitmachen!

Mitmachen!

Nun also auch hier. Diesmal bin ich selbst Übeltäter. Und Betroffener. Auch wenn ich mich in der Öffentlichkeitsarbeit unverzichtbar gemacht habe den Hobel nur gelegentlich abzulichten und das ein oder andere Wort zu schwurbeln pflege und man mich weder konstruieren noch basteln läßt (die Jungs und Mädels wissen schon, warum).

Worum also geht es? Der Autor dieser Zeilen engagiert sich teilzeitlich für das Formula-Student-Team der TU Berlin. Die Formula Student ist ein Konstruktionswettbewerbsserie, in dem die studentischen Teams jedes Jahr aufs neue eigenständig einen Rennwagen entwerfen, fertigen und auf Wettbewerben zum Einsatz bringen müssen. Neben den dynamischen (die Kiste muß laufen!) gibt es auch “statische” Disziplinen, bei denen zum Beispiel die Konstruktionsentscheidungen vor einer sachverständigen Jury erläutert werden oder der business plan vorgestellt wird. Es reicht also weder aus, durch Zufall irgendwie ein schnelles Auto zusmmenzuwürfeln, oder sich im Team toll organisisiert zu haben – um erfolgreich zu sein muß man ein professionelles Team haben und ein gutes Auto.

Die Unterstützung der Universität beschränkt sich dabei auf das Bereitstellen eines Büros und einer Werkstatt. Alles andere obliegt dem Team selbst. Ja, jedes Schräubchen, jedes Zahnrad, jedes Elektronikmodul, jeder Liter Sprit, jeder Reifen, jede Fahrt zu einem Wettbewerb muß aus Drittmitteln bestritten werden. Es geht also wie im “richtigen” Rennsport darum, Sponsoren zu gewinnen und bei Laune zu halten… oder wie auch immer an Geld zu kommen. Auch wenn die eigene Arbeitszeit nichts kostet, alleine für’s Material geht in einer Saison ein deutlich fünfstelliger Betrag drauf. Und damit schlagen wir den Bogen zurück zum Anfang.

Der Elektronikdistributeur RS-Components hat einen Wettbewerb unter studentischen Projekten ausgerufen – es geht für die teilnehmenden Teams um 1000€. In Worten: eintausend Doppelmark. Da muß des Studenten arme Oma lange für stricken.

Zum Unterstützen klicke man zunächst auf folgenden Link: http://de.rs-online.com/web/generalDisplay.html?id=studenten-wettbewerb%2Ffasttube

Dann betätige man die jeweils passende social-media Schaltfläche. Der Lohn Eurer Mühen: ein tolles Auto.

Zur Einstimmung hier der letztjährige Wagen:

2,5kg / PS und wüstes Spoilerwerk. Herz, was willst Du mehr?

2,5kg / PS und wüstes Spoilerwerk. Herz, was willst Du mehr?

Wem der Wagen gefällt, der kann ihn sich natürlich auch an die Wand hängen. Bastian Peschke hat das Team großzügig unterstützt, indem er die Bilder für den offiziellen FaSTTUBe-Kalender geschossen hat. Hier kann bestellt werden.

Bald auch an Deiner Wand.

Bald auch an Deiner Wand.

In diesem Sinne:
Let’s build a f***ing race car!

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Großeinkauf in Trollhättan

Was macht der Schwede während der “mellandager”, den “Zwischentagen” zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester? – Er geht einkaufen. Oder umtauschen. Vor Allem aber einkaufen.

When you are in Rome, do as the Romans do, wie zu unseren Pennälerzeiten der im Nachhinein hochgeschätze Erdkunde- und Englischpauker in Personalunion stets zu sagen pflegte. Was läge also näher, als den landeskundlich verpflichtenden Großeinkauf mit der für einen Saabenthusiasten obligatorischen jährlichen Wallfahrt nach Trollhätten zu verbinden, vor Allem, wenn man gerade einmal 11 (schwedische) Meilen entfernt wohnt?

Keine Angst: Der Bericht zum Museum folgt noch. Das sind aber einige Bilder mehr. Zur Überbrückung die Ausbeute des Großkampftages:

Beute!

Beute!

– Poster Saab 900 turbo EV-1 (Originaldruck von 1985; sackteuer.)
– Tasse “283”, passend zum gleichnamigen Kaffee (Rezension folgt.) Die 283 war Erik Carlssons Startnummer bei seinem zweiten Monte-Carlo-Sieg 1963.
– Pressematerial 9-x BioHybrid, Booklet und CD
– Pressematerial aero-x
APC-Kaffee
– “This is not a book about cars”; Buch zur Markenidentität, anscheinend vorwiegend zur internen Verwendung bei Saab Automobile, 2008

Der Rückweg nach Deutschland verlief ohne besondere Vorkommnisse, die Verkostung einer Julkorv (“Weihnachtswurst”) an der Takstelle konnte ich mir jedoch nicht verkneifen.

Julkorv - Weihnachtswurst.

Julkorv – Weihnachtswurst. Elch! Man beachte auch das Navi.

Elchwurst mit süßem Senf und Apfelremoulade. Schmeckt genauso, wie es sich anhört, kann aber durchaus was.

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Jahresauftaktsveranstaltung der Arbeitsgruppe Fahrdynamik

Zeit:
Zweiter Januar, die Wiederherstellung der Fahrfähigkeit konnte bei allen Teilnehmern als abgeschlossen angenommen werden.

Ort:
Ein Kloster im Voralpenraum.

Programm:
Verpflegungseinnahme, Vortrag zu den Auswirkungen einer gefestigten Wirtschaftsethik auf die Implementierung von Akustikprogrammen in die Motorsteuerung von Ölmotoren, Diskussion, anschließendes geselliges Beisammensein. Schiffstaufe, Gruppenphoto mit Cohiba.

Die Teilnehmer.

Die Teilnehmer. Alle drei abgebildeten Herren sind aktuell oder waren in grauer Vorzeit einmal Eigner eines Saabs. Alle drei abgebildeten Herren sind aktuell oder waren noch zu Zeiten dieses Blogs Eigner einer achtzylindrigen S-Klasse. Zwei der abgebildeten Herren fahren S-Klasse, zwei sind Eigner mehrer Saab.

Das Schneewittchen überschritt auf der Anfahrt die 565.000km und verschliß ein Radlager, vermutlich das linksvordere. Der champagnerfarbene Stadtwagen (ein “kleiner” 420, Kurzkarosserie) als Neuzugang im Arbeitsgruppenfuhrpark wurde unter Einsatz dreier Gläser Glenfarclas zu den Klängen des leider abwesenden Reservistenmusikzuges der Marinekameradschaft Ammersee feierlich auf den Namen “Helmut” getauft. (Die bei der vorjährigen Sitzung angedachte Umbennung der Arbeitsgruppe in “Kontinentaldrift” wurde nicht vertiefend diskutiert.)

Bilder und künstlerische Leitung: René Rollin alias King Kerosene.

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