Motorölanalyse: Shell Helix Ultra 0w-30 AV-L nach 15.000km

Dieses Blog befindet sich, der geneigte Leser wird es bemerkt haben, im Verzug. Aktuell stehen die 670Mm der blognamensgebenden Titelheldin unmittelbar bevor (es mangelt derzeit nur an einem Radlager.) Vorenthalten wurde dem Leserkreis jedoch bis jetzt das Ergebnis der letzten Ölanalyse. Diese erfolgte leidlich plamäßig bei Kilometerzählerstand 646029.

Unangenehm sticht ein anscheinender Trend bei Kupfer und Blei ins Auge. Um wirklich besorgt zu sein sind die Abweichungen zu klein (Meßtoleranzen beachten!); außerdem ist die Verunreinigung durch das Restöl (immerhin 0,7 Liter von 4,5 Literen Gesamtölmenge bleiben beim Ölwechsel im Motor bzw. im Ölkühler) zu berücksichtigen, die angesichts des auf 20Mm verlängerten vorherigen Intervals etwas größer als gewöhnlich ausgefallen sein dürfte.

Im Anschluß folgte eine weiteres 15Mm-Intervall. Leider hatte ich es versäumt, beim 660Mm-Ölwechsel eine Probe zu nehmen, obgleich das Probengefäß neben dem neuen Ölgebinde und dem Ölfilter im Kofferraum lag. (Ich vermute als einen der hauptursächlichen Faktoren für diese funktionale Zerebralinsuffizienz die während des im Hochsommer vorgenommenen Ölwechsels herrschenden submediterranen Temperaturen, die mit geistiger Arbeit bekanntlich vollkommen unvereinbar sind.)
Daher wissen wir leider nicht, ob sich dieser Trend im zweiten 15MM-Intervall forgesetzt hat oder eine Stabilisierung stattfand. Zum Abschluß der 0w-30-AV-L-Versuchreihe erfolgte dann ein 10Mm-Intervall, dessen Ergebnis hoffentlich in wenigen Wochen vorliegen wird.

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Berlin Spotting 10: l’estate italiana

Das Badeschiff in der sommers träge rückwärtsströmenden Spree ist kein Ersatz für die ligurische Küste.

Die Serie Berlin Spotting dieses Blogs ist eine hommage an die gleichnamige Rubrik aus der Anfangszeit der großartigen Blenheim Gang.

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Motorölanalyse: Shell HX7 5w-40 im SAAB B258 / Opel C25XE (12608km)

Noch bei der Überführung bekam der opeligsmögliche Schwedenvectra einen Ölwechsel – das vorige Öl war zwar nur 8000km, dafür aber vier Jahre im Motor gewesen.
Wie der geneigte Leser inzwischen gewohnt ist nahm ich auch bei diesem Auto beim nächsten Ölwechsel, nach genau 12608km, eine Ölprobe und ließ sie analysieren.

Die Metalle sind etwas höher, als ich es mir gewünscht hätte – zwar hat der V6 als Sechszylinder naturgemäß mehr Oberflächen, an denen Reibung stattfinden kann, andererseits fehlt ihm die Steuerkette. Sie sind aber noch weit davon entfernt, bedrohlich zu erscheinen, insbesondere wenn man im Hinterkopf behält, daß der Wagen von einer Fahranfängerin mit gelegentlich schwerem Fuß und jede mechanische Empathie bewegt wird, und dazu noch aus Emissionsgründen eine Schaltpunktanhebung ins Steuergerät programmiert ist, d.h. kalt muß man den Wagen deutlich über 3000/min treten, bevor die zweite Fahrstufe eingelegt wird. Das ist natürlich ungünstig.
Die Schaltpunktanhebung kann man umgehen, indem man die Automatik ins Winterprogramm schickt, aber das habe ich leider erst im Herbst herausgefunden. Und ob meine Lieblingsfahranfängerin jedesmal daran denkt?
Ebenfalls auffällig ist der erhöhte Wassergehalt. Kühlwasser ist auszuschließen, sonst wäre auch Glykol feststellbar – evtl ist das die Kombination aus gelegentlichen Kurzstrecken und offenbar äußerst undichten Ventildeckeldichtungen, die dann zu Kondenswasser führen. Die Ventildeckeldichtungen sind inzwischen (nach der Probenentnahme) erneuert worden.

Aktuell ist Mobil1 0w-40 FS verfüllt. Auch davon wird zu gegebener Zeit berichtet werden.

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Ölfilter für den V6: Mann w712/75, 12608km

Hier der Ölfilter des sechszylindrigen Schwedenvectras nach 12608km mit Shell Helix HX7 5w-40 (Analyse folgt):

Dieses Filter hat weder ein Rücllaufsperrventil noch ein Bypassventil. Das ist bei vielen GM-Motoren im Mitorblock verbaut, so anscheinend auch beim C25XE alias B258.

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Sommerurlaub: Bronzezeitliche Westküste

Den Sommerurlaub verbrachte der Verfasser Eures Lieblingsblogs nebst seiner angetrauten Gemahlin in Skandinavien. Wo auch sonst, war dies doch die einzige mit dem eigenen Auto erreichbare Weltgegend, die im August menschenwürdige Temperaturen aufwies.
Wir beginnen den Tag – wie zu erwarten – zunächst zuhause.

Dann geht es über Trollhättan (wo Zeitplan und Oberste Heeresleitung einen Museumsbesuch, der über den Erwerb einer Kafeetasse im Museums-Shop hinausginge, leider unterbanden) und Uddevalla auf die 163.
Am Rastplatz „Welterebe Tanum“ machen wir die erste Pause. Dort gibt es ein kleines Informationszentrum, das als Einführung in die bronzezeitliche Geschichte dieses Fleckens Erde (vormals auch Wasser) gibt.

In Tanumshede fahren wir ab und folgen den schmalen Sträßchen nach Vitlycke. In den Felsen oberhalb des Museums finden sich unzählige hällristningar, bronzezeitliche, in den Fels geritze Zeichnungen.

Bergab geht es ans Wasser. Wir halten kurz in Grebbestad. Von dort folgen wir der sehr kurvigen und damit spaßigen Küstenstraße nach Süden. Einsame Parkplätze mit schöner Aussicht laden zum Picknick ein.

Auf dem Rückweg wird beim Tanken noch eine Bilsport für Benjamin mitgenommen – das Blatt testet dort den aktuellen V90 gegen den nie über eine handvoll Vorserienexemplare hinausgekommenen 9-5 II Kombi, und obwohl dieser Test offensichtlich nicht ganz ernst gemeint ist, scheinen die Autoren doch davon überrascht, wie gut sich der letzte Saab trotz seines Alters noch schlägt.

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Berlin Spotting 9: Straßenzustand

Vier Autos, drei verschiedene Strategien.

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Langzeittest SAAB 900/II 2.5 v6 – Update

Der opeligstmögliche Schwedenvectra hat in einem Jahr ziemlich genau seine versicherungsvertraglich zugebilligten 15 Megameter zurückgelegt. Über die Sommerreifenbeschaffung und die Fensterhebermalaise hatte ich schon berichtet, aber seitdem ist nun auch schon wieder einige Zeit vergangen.

Das gute am 900/II v6: in Teilen ist das tatsächlich nur ein alter Vectra – jedenfalls bekommt man Abgasanlagen nachgeworfen.
Bei der Gelegenheit wurde das Auto auch gleich wieder auf Winterräder gestellt.

Mit dieser Zeit drängte sich mir der Eindruck auf, die sonore Aussprache des Sechszylinders sei unter Umständen nicht mehr ausschließlich seinen guten Anlagen zuzuschreiben, sondern möglicherweise auch fortschreitendem Verfall.
Und in der Tat: sowohl das Flammrohr war etwas angeschlagen (und verstarb während der zugegeben etwas grobmotorischen Demontage des Mittelschalldämpfers), als auch das Rohr zum Endschalldämpfer war durch. Und zwar gemeinerweise genau unter der Schelle, die es mit dem Mittelschalldämpfer verband, was eine vorherige Lochlokalisierung in eingebautem Zustand sehr erschwerte. Aber, und hier kommt der starke Vorteil eines Altopels zu tragen: Ersatz ist spottbillig, und so wurde eben auf Verdacht ein ganzer Halbsatz gekauft. Da es schnell gehen mußte nicht bei meinem Lieblingsersatzteilehändler, sondern beim Berliner Billigheimer. Aus „ist da, hol ich mal eben ab“ wurde nichts. Aus den nach Rückkehr ersichtlichen drei Werktagen Lieferzeit dafür dann zehn. Lektion gelernt: wenn ich es nicht sofort in der Hand halten muß, immer lieber erst in Kupferdreh gucken. Unterm Strich wäre das schneller gewesen…

Was bleibt ansonsten zu berichten:
-der rechtsvordere Fensterheber wurde durch Austauschen der Gleitstücke instandgesetzt, was ungefähr einen Monat hielt.
– der laut HU-Bericht „leicht ölfeuchte“ Motor wurde mit einer Familienpackung Weichmacher beruhigt und tropfte danach nicht mehr. Bis zum nächsten Ölwechsel (Analyse folgt); danach eskalierte die Sache leider wieder.
– nach heftigem Herumdrücken auf der störrischsten Taste ist nun auch wieder der gesamte Funktionsumfang des Bordcomputers verfügbar.
– bei der Außenspiegelverstellung jedoch half das nicht. GM-Schalter sind halt so.

Derzeit befindet sich der Wagen in der Werkstatt eines befreundeten Autohändlers, wo dem C25XE das Ölen mittels neuer Dichtungen hoffentlich abgewöhnt wird. Im Zuge dessen kommen auch diverse spann- und Umlenkrollen neu, die vom Ölsiff in Mitleidenschaft gezogen wurden, sowie die lautstark randalierende Lichtmaschine. Außerdem wird sich um den hinteren linken Radlauf gekümmert, der beim Vorvorbesitzer anscheinend nach einem kleineren Malheur „zeitwertgerecht“ zusammengepfuscht wurde.

Perspektivisch werde ich mich um eine neue Fensterhebermechanik kümmern müssen; außerdem wird die Klimaautomatik vor dem nächsten Sommer etwas Zuwendung benötigen (sie kühlt zwar noch; müht sich dafür aber unendlich).
Darüber hinaus würde es mich nicht wundern, wenn binnen der nächsten Monate die vorderen Querlenkerlager unter Verweis auf die deutlich erhöhte Motorölexposition eine Gesundheitsschädigung geltend machen würden. Für den Moment sehen Sie noch gut aus, aber bei dem vorhergehenden Vectra ging das nach vergleichbarer Vorgeschichte dann sehr schnell.
Das Fahrwerk steht also unter verschärfter Beobachtung.

Gute Nachbarschaft

Wie man dem Artikelabschlußbild entnehmen kann befindet sich das Auto (wenn es nicht gerade in der Werkstatt steht) stets in guter Gesellschaft. Im unmittelbaren Wohnumfeld logieren neben dem stellvertretend abgebildeten 9-3 noch mindestens ein weiterer; ebenso mindestens ein 902, ein javabrauner 9-5, je ein grauer 240 und 740 und schließlich ein böser roter 850/V70. Kennengelernt habe ich bis dato jedoch noch keinen der Fahrer. Es handelt sich schließlich um eine Großstadt.

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