Wochenendshopping.

Was der Dame des Hauses der Schaufensterbummel Ausflugs ins Outletcenter ist dem Mann der Autoteilehandel.
Was macht man(n) also Freitagsnachmittags? Genau, einkaufen.

Wichtigster Posten: Dichtringe auf Vorrat…

1) Bestellung bei meinem Lieblingsersatzteilehändler http://www.schwedenteile.com aufgegeben.
– Kerzen NKG BCP7ES (sind jetzt schon seit 45.000km drin…)
– Verteilerfinger (dürfte mittlerweile eine dreistellige Laufleistung haben)
– Verteilerkappe (dito)
– Luftfilter (wie Kerzen)
– Stapel Ölablaßschraubendichtungen auf Vorrat (da ist so ein ganz leichter Ölfilm an der Ölwanne -der Block aber ist trocken…)

2) Analyseset bestellt.

Die 645Mm stehen kurz bevor. Ja, gefühlt war die letzte Inspektion erst gestern, aber tatsächlich sind schon drei Monate vergangen. Und wenn man zwischen B. und M. pendelt ist „war doch gerade erst“ plötzlich schon wieder 15.000km her.

Öl (AV-L) und Filter (Mahle OC981) liegen übrigens schon bereit.

Genießt Euer Wochenende!

Disclaimer:
Auch wenn es wie Schleichwerbung aussieht: dies ist keine. Denn dafür müßte
– erstens Geld auf das Konto des Verfassers fließen oder ihm zumindest ein geldwerter Vorteil entstehen und
– zweitens scheitert die Influencer-Eigenschaft des Verfassers schon am naturgemäß begrenzten Einfluß eines unprofessionellen Blogs über Nischenthemen. 😉

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Sind verlängerte Ölwechselintervalle doch nicht so schlimm?

Wir leben in unübersichtlichen und unsteten Zeiten.* Gesellschaftsordnungen, internationale Beziehungen, Digitalisierung der Arbeit, Selbstoptimierung; Auflösung tradierter Geschlechter- und Rollenbilder: alles ist im Fluß. Es gibt keine Gewißheiten mehr.

Bis auf eine: longlife-Intervalle sind des Teufels.
Die vorgeschriebenen Ölwechselintervalle sind ausnahmslos alle viel zu lang, wer seinem Auto was gutes tun will, wechselt öfter. Deutlich öfter.
Sagt das Internet.

Nur: stimmt das überhaupt?

Es gibt Studien, die eine „Badewannenkurve“ beim Verschleiß nahelegen. Demnach gäbe es nicht nur zu lange, sondern auch zu kurze Wechselintervalle. Der Mechanismus dahinter sei, daß ZDDP und Detergentien im Öl in Konkurrenz um die Metalloberflächen stehen, und es nach einem Ölwechsel eine gewisse Zeit brauche, bis sich der „endgültige“ Tribofilm (wieder) herausgebildet habe. Der meiste Verschleiß fände also nach dem Ölwechsel statt, sobald sich ein stabiler Tribofilm wieder herausgebildet habe ginge der Verschleiß dann gegen null. Erst, wenn das Öl durch chemische Alterung oder Schmutzeintrag seine Lebensdauer überschreite, stiege der Verschleiß wieder an. Das dann allerdings extrem.
Dann bestünde der Schaden „sinnlos häufiger“ Ölwechsel nicht nur in den Mehrkosten für ein paar Filter und ein paar Liter Öl, sondern auch in einer reduzierten Haltbarkeit der Maschine.
Hier muß allerdings angemerkt werden, daß der Mehrverschleiß eines unnötigen Ölwechsels marginal ist gegenüber den katastrophalen Schäden, die verschlammte Ölkanäle, mit Ölkohle zugesetze Ansaugsiebe der Ölpumpe oder Rücklaufleitungen des Turboladers zur Folge haben können, oder gegenüber dem, was Ruß und Abrieb mit einer Steuerkette oder einer Lagerschale anfangen können, wenn Öl und Filter das „zusammenballen“ über eine gewisse Größe hinaus nicht mehr verhindern können.

Zu lange Ölwechsel sind also gefährlich, soviel ist unverändert klar. Aber wenn an der Badewannentheorie etwas dran ist, dann müßte ein verantwortungsvoll verlängertes Ölwechselintervall, bei dem das Öl nicht bis zum „kippen“ gefahren wird, ja noch besser sein als kurze Intervalle. Nicht nur unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten, sondern auch absolut.

Wie schon hier und hier angedeutet war Schneewittchen das Versuchskaninchen. SAAB-Scania schrieb bei frühen 900 turbo 16 Ölwechsel nach 7500km vor, bei erschwerten Betriebsbedingungen nach der Hälfte. Werksvorgabe sind aber auch frühe, mit nicht besonders stabilen VI-V vollgepumpte 10w-30 oder 10w-40-Öle, die nach heutigem Stand als bestenfalls qualitativ eher mau bezeichnet werden können.
Mit den synthetischen (gleich ob nun PAO, HC oder GtL…) 0w-40 und 0w-30, die das Auto seit nunmehr weit über 200.000km sieht haben wir uns von der Werksvorgabe schon deutlich entfernt. Konsequenterweise werden auch die Wechselintervalle deutlich überzogen: 10.000km klingen für heutige Ohren nicht viel – aber eigentlich überziehe das Intervall damit auch schon um ein Drittel. Und wie alle bisherigen Analysen zeigen, geht das auch gut. Aber: wie weit kann man das treiben?
Nachdem die letzten beiden Gebrauchtölanalysen recht optimistisch stimmten war der Entschluß gefallen, das Intervall zu verdoppeln. Ob Verdoppelung 15 oder gleich 20 Megameter bedeute, behielt ich mir vor spontan nach optischem Eindruck, Ölverbrauch und Bequemlichkeit (als moderne Mensch hat der Autor ja nie und für nix Zeit…) zu entscheiden.
Drei Monate nach der letzten Analyse waren gut 9000km hinzugekommen. Und nochmal zweieinhalb Monate später hat der Verfasser Eures Lieblingsblogs nun endlich die Zeit gefunden, die schon vor geraumer Zeit angekündigten Ergebnisse öffentlich zu machen:

19236km war das Shell Helix Ultra 0w-30 Professional AV-L jetzt im Motor.

Was sehen wir: auf den km bezogen hat sich am Eisen-Verschleiß so gut wie nix geändert. Bei den anderen Verschleißmetallen scheint es tatsächlich so zu sein, daß der Verschleiß pro km im weiteren Verlauf des Intervalls abgenommen hat – mit der Ausnahme von Blei, das stärker als erwartet angestiegen ist.
Allerdings kommt die TAN der TBN schon recht nahe, der Viskositätsinex hat abgebaut und das Öl ist eingedickt. Letzteres dürfte zum Großteil auf das Verdampfen leichterer Fraktionen und nicht auf chemische Reaktionen zurückzuführen sein – sonst müßten wir hier auch ganz andere Werte bei Oxidation, Nitration und Sulfation sehen.
Ölverbrauch war übrigens zwar deutlich festellbar, belief sich aber auf weniger als einen Liter – über dieses Intervall wurde kein Tropfen nachgefüllt.

Ebenfalls auffallen wird dem ein oder anderen unter uns, daß sich die Additivkonzentration erhöht hat. Dazu mag es zwei Erklärungen geben: zum einen wird es es eine gewissen Verdampfungsverlust gegeben haben, zum anderen gibt es Meßtoleranzen. Das sollte uns auch an die Grenzen und den Verwendungszweck einer Ölanalyse erinnern und uns mahnen, in die Verschleißwerte nicht allzuviel hineinzuinterpretieren: 5mm/kg mehr oder weniger Eisen oder Kupfer auf 10.000 oder gar 20.000km sagen erstmal gar nichts aus. Wenn aber plötzlich eine fünf- oder zehnfache Menge da ist, dann ist es an der Zeit, sich Sorgen zu machen und der Ursache auf den Grund zu gehen.

Fazit: mit diesem Motor und diesem Fahrprofil kann man mit diesem Öl auch 20.000km-Intervalle fahren. Wesentlich weiter würde ich es aber mit Hinblick auf die TAN nicht treiben.
Und wenn wir uns jetzt noch daran erinnern, daß mein Fahrprofil nur wenige Kurzstrecken, aber viele moderat gefahrene Mittel- und Langstrecken beinhaltet und somit als überdurchschnittlich günstig angesehen werden kann, dann folgt daraus eben nicht, daß das auch mit einem billigen Mineralöl im Stadtverkehr gehen muß. Ganz im Gegenteil: wer kein so günstiges Fahrprofil hat, der ist mit „kurzen“ Intervallen auf der deutlich sicheren Seite.

PS: Wie ein Mann w712/80 nach 19236km aussieht, seht Ihr hier.

*Das war übrigens schon immer so. Früher war auch früher schon alles besser. Und aus Holz.

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Vor genau 25 Jahren schrieb SAAB Werbegeschichte.

Als die schwedischen Staatsfinanzen Anfang der 90er Jahre aufgrund des ausufernden Sozialstaates kurz vor dem Kollaps standen trennte sich der schwedische Staat vom Großteil seiner Staatsbeteiligungen. So wurden SAAB-Scania und Volvo zerschlagen: SAAB Personbilar ging an GM.

Der Saab 900/II gilt als der Anfang vom Ende der Marke. Er ist das erste Auto, daß unter GM-Herrschaft auf den Markt kam. Hastig wurde das halbfertige Auto von der 9000-Plattform auf die Bodengruppe des Opel Vectra umgestrickt. Eine häßliche Verbundlenkerhinterachse hielt Einzug, hinzu kamen billige Materialien im Innenraum und die üblichen Probleme bei Serienanlauf, so daß der 900/II sehr schnell als qualitatives Fiasko galt. Daß GM zeitgleich mit großem Trara Kostenreduktionen in der Produktion von fast 40% verkündete half dem Kundenvertrauen auch nicht gerade. SAAB besserte stetig nach, die letzten beiden Baujahre nahmen schon viele der Änderungen des Modellwechsels zum 9-3 im Jahr 1998 vorweg. Trotzdem war der Name 900/II in der Saabszene verbrannt. Der erste Sopel, verkappter Vectra, billiger Schund… auch heute noch bekommt man 900/II zu Spottpreisen hinterhergeworfen.

Dabei hatte man sich in Trollhättan wirklich Mühe gegeben, das Beste aus der mißlichen Lage zu machen und war bei der Einführung sichtlich stolz auf die eigene Schöpfung. Einen Tag vor der Markteinführung schrieb man Werbegeschichte: man kaufte bei TV4 alle Werbeblöcke des Abends komplett. Der neue 900 war das einzige Produkt, was die Fernsehzuschauer an diesem Abend sahen. Die Werbepause um 21:03 Uhr erreichte sogar ein größeres Publikum als das erfolgreichstes Fernsehprogramm der Woche – 32,3% Prozent der schwedischen Bevölkerung.

Stellen wir uns also vor, es sei der Abend des 10. September 1993…

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The Stash

Ja, das ist ein BITOG– und Prepper-Witz. Nein, der Autor bereitet sich nicht auf das Ende der Welt oder die Zombie-Apokalypse vor.*

Beim Kauf des Opel Vectra 902 V6 fand sich auch ein Stapel Wartungsbedarf: drei Luft- und gleich sieben originale Ölfilter.

Je nach Wechselintervall sollte das für die nächsten 70 bis 140Mm ausreichen.
Die Filter selber erinnern in Formgebung und Aufbau – umlaufende Rille des Gehäuses und Plastik-Mittenrohr – an das immer noch für die H-Motoren lieferbare GM 55560202, verfügen aber im Gegensatz zu diesen über kein Rücklaufsperrventil. (Das Gewinde hat ebenfalls eine andere Steigung.)

*Lesern, die mehr oder weniger ernsthaft sich vor einem Zusammenbruch unserer Gesellschaft durch Zombies, russische Hacker, Sonnenwinde oder die Geldpolitik der EZB fürchten, sei zum Einen die Webseite des Bundeamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit Handlungshandreichungen empfohlen, zum Anderen die ehrenamtliche Mitwirkung in einer der zahlreichen Hilfsorganisationen. Dort können sie nämlich das Ende der Welt nicht nur überleben, sondern es zugleich auch abwenden helfen…

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Vienna Spotting

Neulich verschlug es den Verfasser aus beruflichen Gründen für einige Wochen nach Wien. Seine Eindrücke von dieser einstigen Weltstadt sind durchwachsen. Festhaltenswert ist zunächst, daß Wien keine Stadt zum Autofahren ist. Ein enges Gewirr verwinkelter Gassen, undurchsichtige Einbahnstraßenregelungen (fast so schlimm wie in Köln), kaum Parkplätze.
Allerdings macht die Stadt den Verzicht auf den motorisierten Individualverkehr auch wirklich einfach: die Wiener Linien bieten ein dichtes Nahverkehrsnetz, die meisten U-Bahnen sind klimatisiert und Wagen wie Stationen gepflegt und sauber – für einen Berliner eine sehr ungewohnte, nicht aber unangenehme Erfahrung.
Hinzu kommen bezahlbare Parkhäuser in Nähe der Ausfallstraßen/Autobahnen mit guter ÖPNV-Anbindung (umgerechnet ca DM 40,- pro Woche), so daß der Verfasser den eigenen Pkw nur zu den Wochenendheimfahrten, für die alltäglichen Wege in den I. Bezirk ins Bureau und zum Fitness-Studion nach Tschetschenien Simmering jedoch eine Monatskarte genutzt hat.
(Ganz im Ernst: hier können und sollten sich deutsche Städte ein paar ganz dicke Scheiben von abschneiden.)

Architektonisch und städtebaulich bereitet die Stadt, zumindest im Zentrum, eine gewisse Enttäuschung.* Grün findet sich nur in vereinzelten Parks, Straßenbäume sucht man vergebens. Die Altbausubstanz ist vorwiegend von gräuslicher Kitschigkeit.
Gegenüber des schlimmsten Auswuches, direkt am Michaelerplatz, findet sich jedoch folgendes Kleinod:

Ungeachtet der wahrgenommenen Unbefahrbarkeit der inneren Bezirke scheint zumindest dem ein oder anderen Wiener ein gewisses individuelles Stilempfinden nicht gänzlich abzugehen, das sich nicht nur in der Kleidung, sondern auch in der Wahl des – augenscheinlich in den meisten Fällen nicht allzuoft bewegten – Parkplatzmöbels niederschlägt.

* In den Außenbezirken gibt es dagegen wunderbare Projekte.

Die Serie Berlin Spotting dieses Blogs ist eine hommage an die gleichnamige Rubrik aus der Anfangszeit der großartigen Blenheim Gang.

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Ölfilterobduktion: Mann W712/80 nach 19.236km

Bei der planmäßigen 630.000km-Inspektion zog ich eine Ölprobe (Analyse folgt). Und natürlich mußte ich mir nach dem verdoppelten Intervall auch das Filter anschauen:

Sah schonmal nicht so schlecht aus. Interessant aber auch der Detailblick nach erfolgter Kapillartrocknung:

Wirklich schmutzbeladen sieht das Filtergewebe nicht aus, allerdings findet sich tief in den Spalten etwas Ölkohle.
Hmmm.

Nachtrag: die Analyse zu diesem Intervall gibt es hier.

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Die Touristenhölle

Touristen sind, der gelernte Berliner wird es wissen, Kreaturen aus innersten Kreis der Hölle. Zumindest diejenigen mit Rollkoffern. Im Spannungsfeld aus „Reisen bildet“ und „No more Rollkoffer!“ bewegt sich der durchaus bildungsbürgerlich geprägte halbberliner Verfasser sowohl im Erwerbsalltag (Bureau in der Nähe der Oberbaumbrücke), als auch in seiner Freizeit. So gibt er selber gerne der Versuchung nach, die heimischen Gefilde zu verlassen und neue Ufer zu entdecken (bzw. sich dort gerne alte Steine anzuschauen).

Die Ostertage verbrachte der Verfasser, wie schon in einem der letzten Beiträge angedeutet, am Gardasee. Die Idee zu dieser Reise an ihn herangetragen hatte seine Lieblingsfahranfängerin. Einwände hatte der Verfasser keine – wie denn auch? Italien ist nicht erst seit der Reise eines Dichterfürsten, sondern spätestens seit spätantiken Söldnerhorden Sehnsuchts- und Lieblingsort eines jeden Teutonen. Dem Deutschen ist es einfach nicht möglich, Italien nicht zu mögen.

Aus der Person der Antragsstellerin ergab sich auch leider zwingend das zu nutzende Verkehrsmittel: der Vectra V6. Eine Fahrt nach Italien umfaßt eine Alpenquerung, und nichts ist dafür ungeeigneter als die Kombination von McPherson-Vorder- und Verbundlenkerhinterachse. Aber es war ihre Idee, ihre Reise, und außerdem soll sie eh Auto- und Kurvenfahren lernen. Das Vorhaben produzierte einige schweißnasse Hände, verlief aber ansonsten ohne weitere berichtenswerte Vorkommnisse.

Castelletto di Brenzone empfing uns mit wolkenverhangenem Himmel und Nieselregen, erwies sich sich aber auch damit als ausgesprochen nett und gastfreundlich. Gleiches galt auch für die Trattoria da Pedro, wo wir einkehrten.

Am nächsten Morgen riß der Himmel auf und gab den Blick auf das gegenüberliegende Ufer frei.

Wie auf dem Bild des Schwedenvectra ersichtlich gastierten wir im Hotel Rosmarì. Kleine und einfache Zimmer, der Frühstückssaal erinnert an eine Jugendherberge, aber das Frühstück ist umfangreich und reichhaltig und vermag selbst einen gefräßigen Kraftsportler vorübergehend zu sättigen. Die Lage direkt am See und das ausgesprochen herzliche und hilfreiche Personal lassen die Unterkunft in angenehmer Erinnerung verbleiben (die zurückhaltende Preispolitik trägt ebenfalls dazu bei.)

Um das geistige nicht zu kurz kommen zu lassen begaben wir uns im Anschluß in die Touristenhölle von Sirmione. Und ich dachte, F-Hain sei schlimm…

Es sei aber zugegeben, daß erstens die Scaligerburg wirklich hübsch und zweitens das Eis im ersten Haus am Platz hervorragend ist.

Nach erfolgter Stärkung begaben wir uns zu Fuß zu den Grotten des Catull. Dabei handelt es sich um die Stütz- und Grundmauern einer nicht gerade kleinen römischen Villa. Bei Ihrer „Entdeckung“ durch mitteleuropäische Reisende waren die Ruinenreste von allerlei pflanzlichem Material überwuchert, so daß unter den gemeuerten Bögen tatsächlich der Eindruck einer Höhle entstehen konnte.
Der Name ist auch dahingehend irreführend, daß der römische Star der erotischen Literatur zwar Sirmione besungen und in der Gegend auch ein Landhaus hatte, die nach ihm benannte Villa jedoch selbst seine Finanzen gesprengt hätte und überdies erst nach seinem Tode erbaut wurde (es fanden sich jedoch auch Spuren eines noch älteren Anwesens).

Nach einem romantischen Abend am See erfolgte am nächsten Morgen die Rückreise, die wieder unter dem Motto „Kurvenfahren lernen für Anfänger“ stand und deshalb eine Alpenquerung abseits der Autobahn vorsah. Leider entdeckte meine Lieblingsfahranfängerin dabei das Outlet am Brennerpass…

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