Berlin Spotting 8: Neuwagen (Teil II)

Grüne Armaturenbrettbeleuchtung und die Motorhaube öffnet nach vorne; die Konstruktion innovativ, aber überholt, die Fertigungsqualität durchwachsen. Den АвтоВАЗ 2121, vulgo Niva, muß mal als Saabfahrer folglich mögen.
Hier als Bronto , vom Werkstuner höher gelegt und mit bösen M/T. (Daß ich gegelentliche Sympathien für rustikale Autos hege hatte ich neulich schon einmal erwähnt.)

Die Serie Berlin Spotting dieses Blogs ist eine hommage an die gleichnamige Rubrik aus der Anfangszeit der großartigen Blenheim Gang.

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Großes Blutbild für die alte Dame.

Kann man nach 33 Jahren und 630.000km ja mal machen, auch wenn die Bestimmung von TBN und TAN jeweils gut DM 40,- zusätzlich kostet.
Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis – das ist immerhin das erste verlängerte Wartungsintervall. 19236km – so lange war noch nie eine Ölfüllung in diesem Motor.

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Sommerreifen für den Vectra.

Wie dem geneigten Leser sicherlich noch erinnerlich haben wir neulich einen zweiten Satz Elchschaufeln im schönen Voralpenland erstanden.
Inseriert waren die „guten“ Reifen, wichtig waren mir die Felgen. Bei der Abholung bestätigte sich, daß die Reifen tatsächlich hochwertig (gewesen) waren – zwei Michelin Pilot, zwei Conti Premium Contact mit jeweils noch reichlich Profil.
An der Profiltiefe hätte wohl auch weitere intensive Nutzung wenig ändern können, wie ein Blick auf die DOT-Nummern verriet.

Als Ersatz fiel die Wahl auf die Uniroyal Rainsport 3, unter anderem auch wegen der Erfahrungen mit dem Rain Expert auf dem 901.
Leider erwies sich der Reifenkauf als nicht ganz so einfach wie gedacht. Über zwei Wochen Lieferzeit sind im 21. Jahrhundert eigentlich nicht akzeptabel, vor allem, wenn auf der homepage zwei bis drei Werktage angegeben sind.

Das Profil ist asymmetrisch, und trotz des „halben Vs“nicht laufrichtungsgebunden. Das sieht auf dem Auto von vorne (oder hinten) etwas komisch aus, soll aber angeblich funktionieren – der Latsch eines modernen Reifens sei nicht mehr lang und schmal, sondern kurz und breit, so daß nur ein Teil des V den Boden berühre. Die schrägen Einschnitte wirkten somit nicht wie ein V und leiteten das Wasser zur Seite, sondern wie Umfangsrillen nach hinten.

Nach Montage hatten wir zwar schon das ein oder andere Unwetter, ich war dann jedoch immer mit dem Schneewittchen auf den regenscheuen Energy Saver unterwegs. Ob der RS3 wirklich so funktioniert wie man es angesichts des Namens und der Marke erwarten würde kann ich also noch nicht sagen.

PS: Die Gleitstücke der Fensterheber werden mich voraussichtlich nächste Woche erreichen, so daß in nicht allzu ferner Zukunft auch wieder alle Fensterheber funktionieren sollten. Natürlich wurden sie auch für die anderen Türen auf Vorrat beschafft – was man zur Hand hat geht bekanntlich nicht mehr kaputt…

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Berlin Spotting 7: Neuwagen

Eigentlich geht es hier auf diesem Blog um alte Autos. Denn Autos müssen dem Verfasser vor allem Spaß machen, und die wenigsten spaßigen neuen Autos kann man sich als Nomalsterblicher leisten. (Der Autor folgt bei der Beurteilung des Sichleistenkönnens einem etwas strikteren Ansatz als dem weit verbreiteten, dennoch grundfalschen „kann irgendwie die Raten zusammenkratzen“.)

Neben dem АвтоВАЗ 2121, vulgo Niva Taiga 4×4 gibt es nur noch ein weiteres als Neufahrzeug erhältliches Gerät, das beim Verfasser einen mittleren Habenwollen-Reflex auslöst und noch leidlich bezahlbar ist:

Der Subaru BRZ alias Toyota GT86. Boxermotor, Hinterradantrieb, tolle Gewichtsverteilung und ein nettes Design. Beim Autobahnquartett, des Deutschen liebster Automobilbeschäftigung, gewinnt man mit dem Wagen leider keinen Stich: mit „nur“ 200 PS aus einem Saugmotor ist man bei Beschleunigungswerten und Höchstgeschwindigkeit so manchem Kleinwagen unterlegen.
Aber das ist sowieso etwas, was weder der deutsche Michel noch die deutsche Autopresse je verstanden hat: Fahrspaß bemißt sich nicht in Zahlen, und auch ein Drehmomentberg ist dafür nicht erforderlich. Aber eine kurvige Landstraße, ein gutes Fahrwerk, ein tiefer Schwerpunkt, wenig Gewicht und viel Rückmeldung.
Danke, Toyota und Subaru, daß Ihr auch an die kleine Minderheit denkt, die Auto fahren kann und will.

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Temperament. Design. Italien.

Ja, das ist ein Klischee. Nein, es geht hier nicht um Sportwagen. Auch nicht um Mode. Dieser Dreiklang fand meine Aufmerksamkeit vor gut zwei Jahrzehnten, als W. Kahl im Rudersport, dem Zentralorgan des DRV, mit nur diesen drei Worten die divenhaften, sensiblen, anspruchsvoll zu fahrenden, im Rennen aber absolut atemberaubenden Filippi-Boote bewarb.

Mit dem Klischee könnte man jedoch nicht nur Architektur, Autos und Boote bewerben, sondern auch Fahrräder. Beim letzten Reifenwechsel fand ich in der Halle einen Karton mit Ersatzteilen wieder.

Es fehlen jetzt nur noch Schalthebel und der Umwerfer, dann kann das Projekt Alltagsrad beginnen.

PS: Tullio Campagnolo erfand nicht nur das Parallelogramm-Schaltwerk, sondern auch den selbstzentrierenden Korkenzieher.

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Berlin Spotting 6: grün

Neulich hatte ich mich wortreich über die trostlose Tristesse des deutschen Straßenbildes beklagt. Es gibt jedoch auch Hoffnung.
Hier zwei Variationen des Themas „grün“ – einmal aus dem Osten, das andere aus dem freien Teil der Stadt. Formal gelungener ist hier jedoch eindeutig der Entwurf Fleischer/Dietel.

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Sommer.

Sommer. Jene furchtbare Jahreszeit, die jegliche geistige wie körperliche Aktivität mit sengender Hitze und/oder bleierner Schwüle erstickt und intelligentes Leben verunmöglicht. Wer mit purem Überleben beschäftig und panisch auf der Suche nach Schatten und Abkühlung ist, dem bleibt wenig Muße für Kunst und Kultur. Das Geistige muß dann zwangsläufig zu kurz kommen. (Der geneigte Leser mag dies als Androhung respektive vorauseilende Entschuldigung einer Sommerpause auffassen.)

Der Sommer hat jedoch auch einen (einen einzigen!) Vorteil: Man kann Sommerreifen aufziehen.

Die ersten Kilometer nach dem Wechsel auf Sommerreifen sind jedes Mal ein purer Quell der Freude. Einlenkverhalten, Lenkpräzision und Querbeschleunigung – erst im direkten Vergleich wird einem dann wieder bewußt, worauf man mit Winter- oder Ganzjahresreifen so lange verzichtet hat.
Beachtlich auch (und den sparsamen Preußen erfreuend), daß man den geringeren Rollwiderstand der Michelin Energy Saver förmlich spürt. Hoffentlich schlägt sich das auch demnächst wieder im Spritmonitorprofil nieder.
Die Reifen gehen jetzt in ihr der Erinnerung nach viertes, der DOT-Nummer nach fünftes Jahr. Wenn alles nach Plan verläuft werde ich dieses Jahr endlich wieder an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen können – ich bin gespannt, wieviel Naßgrip sich die Michelins noch erhalten haben.

À propos Sommerreifen: Für den V6 meiner Lieblingsfahranfängerin hatten wir neulich einen zweiten Satz Elchschaufeln erstanden. Nun ist die Entscheidung gefallen: bestellt sind Uniroyal Rainsport 3. Gefordert waren herausragende Nässequalitäten; Sportlichkeit im Trockenen oder absurde Laufleistungen waren dagegen nicht gefragt (die Dame mag immer noch keine Kurven, hat aber mittlerweile entdeckt, daß der V6 bei hohen Drehzahlen aufwacht und sich auf schnellen geraden Autobahnetappen wohl fühlt).
Von der Aquaplaingresistenz und dem Naßgrip der Rain Expert war ich bekanntlich schwer beeindruckt, die uniroyaltypischen Schwächen wie Schwammigkeit im Trockenen sind beim 902 eh vollkommen nebensächlich, denn Lenkpräzision und Sportlichkeit kann das Ding – anders als ein echter 900 – schon ab Werk nicht, insofern kann man dahingehend auch mit der Reifenwahl nichts mehr ruinieren.

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