Vorschau: die Bis-ans-Ende-der-Welt-Fahrt 2007

Ja, das habe ich vor zwei Jahren schon einmal versprochen. (Einige Bilder gibt es ja auch schon in der Vorstellung desSportunimogs.) Aber jetzt geht es los. Wir arbeiten dran! Wirklich. ;-)

Am Polarkreis.

Am Polarkreis.

Veröffentlicht unter Automobiles, Bildliches | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bißchen Schwund is’ immer.

Waschsstraße plus Autobahnfahrt gleich Dachleisten minus eins.

Linke C-Säule: Hier fehlt etwas.

Linke C-Säule: Hier fehlt etwas.

Zum vergleich der Sollzustand auf der rechten Fahrzeugseite.

Zum vergleich der Sollzustand auf der rechten Fahrzeugseite.

Sollte der geneigte Leser zufällig eine solche Dachabschlußleiste für einen Fiat Chroma Saab 9000 CC zur Hand haben, derer er überdrüssig ist und von der er sich gegen gar horrende Summen trennen würde, oder aber, so er nicht im Besitz derselben ist, eine Bezugsquelle nennen können bitte ich um Kontakaufnahme.

Veröffentlicht unter Automobiles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Ein Kommentar

Bosnien und Herzegovina, 2007

Steht seit acht Jahren auf der Liste “müßte man mal wieder hinfahren”. Die Bilder bitte ich zu entschuldigen, ich hatte damals noch keine Ahnung, was ich da eigentlich mache…

Veröffentlicht unter Architektur, Bildliches | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Doppelt hält besser

Manchmal allerdings sind Doppelungen einfach nur nervig. Tautologische Autopannen mag eigentlich niemand. Ich auch nicht. Aber der Reihe nach:

Gestern wollte ich den 9000 turbo aus dem Winterschlaf holen. Es bot sich an, dessen Hallenplatz dann mit dem Plüschtier zu belegen – so könnte ich mich in der Garage des Plüschtiers um das Stealthboot kümmern, daß zu seiner Überführung noch einiger Maßnahmen zur Wiederherstellung der Verkehrstauglichkeit bedarf. (Neben einigen nicht rostbedingten Karosserieproblemen leidet der Wagen auch an twingoinduziert lädierten Fahrtrichtungsanzeigern.) Außerdem würde ich das Plüschtier erst am zweiten Maiwochenende wieder brauchen.

Die Überführungsfahrt von der konspirativen Tiefgarage zur konspirativen Halle im Märkischen endete jedoch bereits auf dem Saatwinkler Damm. Dort stand ich einige Zeit im Stau. Plötzlich sackte die Drehzahl bis auf 550/min ab und erholte sich auch nach legen des Wählhebels auf “N” nicht wieder, aufs Gasstöße reagierte der Wagen kaum und wenn, dann verzögert. Schließlich stotterte der Motor und ging aus. Bei Anlasserbetätigung erlosch die Instrumenbeleuchtung, sonst aber passierte nichts… Gemeinerweise war auch die Ladekontrolleuchte während der Fahrt nicht angegangen.
Flugs die Verkehrsbehinderung von der Fahrbahn auf den Trottoir gewuchtet (zum Glück ist so ein 900 recht zierlich und leicht – eine S-Klasse zu schieben macht nicht halb so viel Spaß…) und fernmündlich um Hilfe gerufen.

Mistkarre, elendige!

Mistkarre, elendige!

Der herbeigerufene ADAC war nach gut einer Stunde vor Ort und unter reger Anteilnahme in den sozialen Medien wurde recht schnell festgestellt, daß die Lichtmaschine nicht mehr lade. Ein probeweiser Ausbau des Lichtmaschinenreglers um nach den Kohlen zu sehen scheiterte an einundreißig Jahre lang nicht geöffneten Schrauben.
Plan B: Vor Ort etwas Strom in die Batterie pumpen und dann generatorlos zur nächsten Werkstatt humpeln, von dort dann mit der Bahn und anschließendem Fußmarsch zur Halle (mit dem angebotenen Ersatzwagen des ADAC hätte ich wenig anfangen können, da ich ihn im brandenburgischen Nirgendwo nirgends hätte abgeben können.) Der Pannendienst gab mir Geleitschutz für den Fall, daß der Strom nicht reiche, aber dem Plüschtier gelang es, sich aus eigener Kraft in den Ritterlandweg zu schleppen.
Meister Pinkowski gab sich zunächst pessimistisch, er sei schließlich auf Jahre ausgebucht, hätte deshalb auch eigentlich gar keine Zeit und ob das Problem mit dem Tausch des Lichtmaschinenreglers gelöst sei sei ja auch keine ausgemachte Sache, es könne genauso die Lichtmaschine sein… bevor er mich aber vom Hof jagte, wollte er noch einmal nachschauen. Drei Sekunden später kam ein triumphierendes “Das kann ja gar nicht funktionieren! Sag ich ja, am Regler liegt es nicht…” und er hatte ein am Kabelschuh losgefaultes/losvibriertes Massekabel der Lichtmaschine in der Hand. Ungefähr sieben Minuten später, nach Einbau einer improvisierten Nachfertigung war ich wieder mobil. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle!

Berliner Werkstattempfehlung.

Berliner Werkstattempfehlung.

Die Weiterreise verlief ohne besondere Vorkommnisse. Der Fiat war schnell aus der Halle geschoben (auch 9000 CC sind nach heutigen Maßstäben unerhört leicht). Das Plüschtier gab Veronica Starthilfe, für einen Moment schien die Welt wiedernoch in Ordnung.

Dabei rührte sich der Wagen komischerweise beim ersten Startversuch nicht – Strom war da, Relais klackte, aber der Anlasser reagierte nicht . Das schwarze Kabel dann von der Karosserie direkt an die Batterie geklemmt und siehe, da, der Wagen läuft. Bißchen Kram in der Halle erledigt, Plüschtier weggeparkt, dabei ging eine halbe Stunde um. Dann Rückmarsch ins Hauptwrack, dort Kurztreffen mit dem Käufer meines Griffins (der es sich seitdem zur Aufgabe gemacht zu haben scheint, den gesamten mitteleuropäischen Markt an 9000 CD aufzukaufen) um dessen Neuerwerb – einen CD b202 Turbo Automatik – neidvoll zu bestaunen. Während der Fahrt betrug die Bordspannung laut BC 13,6 bis 13,8 Volt, Sorgen machte ich mir also keine.
Bis zum Stop war der Wagen nach der sechseinhalbmonatigen Winterpause dann gut eine Stunde und vierzig Minuten gelaufen. Nach einer dreiviertelstunde Standzeit sprang er dann nicht mehr an – Strom war vorhanden, die Armaturen illuminiert, die Benzinpumpe surrte und ein Relais klackte, aber der Anlasser blieb still.
Erster Gedanke: vielleicht hat die Batterie doch die Standzeit nicht überlebt (dabei ist die nur ein Jahr alt) und jetzt ist zwar genug Strom für die Anzeigen da, aber nicht mehr für den Anlasser. Also flugs zwei Kabel zum Parkplatznachbarn gezogen – und: nichts. (Daß ich einfach den BC auf Bordspannung hätte schalten können fiel mir erst nach der unnützen Aktion ein: die Batterie hatte 12,2 Volt.) Der erfahrenen Kraftfahrer vermutet dann den Magnetschalter des Anlassers.
Beim Blick in den Motorraum wurde klar, daß ich an den Anlasser so einfach nicht herankommen würde, beim Blick in den Kofferraum zerstoben schließlich die letzten Hoffnungen: da war auch nichts drin, was man durch das Geschläuch als Kopfhilfe durchstecken könnte. Also zum zweiten Mal binnen acht Stunden die Gelben gerufen. Hammer + Verlängerung = “percussive maintenance” – und schon springt der Wagen an.

Mit einem Hammer und einer Stange im Kofferraum herumzufahren und bei jedem Starten zufällige Passanten zur Mithilfe zu nötigen kann aber auch kein Dauerzustand sein. Vielleicht weiß der geneigte Leser ja, ob man den Magnetschalter des Anlassers einzeln tauschen kann, oder obman zwingend das Komplettteil kaufen muß? Reicht eventuell eine Reinigung aus? Die 118 Doppelmark für einen neuen Bosch (daparto-Preis, bei den üblichen Verdächtigen deutlich teurer) müssen ja nicht unbedingt sein… Der Anlasser wurde übrigens vor 6 Jahren und 67.000km schon einmal überholt.

Veröffentlicht unter Automobiles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 7 Kommentare

Plüschtierupdate: Osterausflug, Ganzjahresreifentest und Verbrauchsbetrachtungen

Vom EisSalz befreit sind Strom und BächeWeg’ und Straße…
Ostern. Seit Weimarer Zeit ist bei strahlendstem Ostersonnenschein ein Osterausflug obligatorisch. Anstatt die Füße zu bemühen flaniert der moderne Mensch automobil. Bei strahlendstem Sonnenschein greift man natürlich auf das eigens für solche Ausflüge angeschaffte Spielzeug zurück: das Plüschtier. (Hier ein Archivbild vom Saisonauftakt der Arbeitsgruppe Fahrdynamik).

Photo: Uli aus München

Photo: Uli aus München

Man beachte das merkwürdige Reifenprofil. Ja, das hier:

Vredestein Qatrac 3

Vredestein Qatrac 3

Nein! Das ist doch nicht etwa… ein Ganzjahresreifen? Bei mir, der ich doch bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu echten Sommer- und vor Allem echten Winterreifen rate?
Doch, das ist einer. Und zwar ein Vredestein Quatrac 3. Aber wie kommt der aufs Auto? Und vor Allem: wie kommt der mir aufs Auto?
Das Plüschtier war bei Kauf, wie es in Anzeigen heißt, “achtfach bereift”. Auf Saab “US-turbo” Leichtmetallfelgen ein Satz fast neuwertiger Effektreifen, auf den serienmäßigen Stahlfelgen unter glanzgedrehten Edelstahl-Radkappen (die die Form der Leichtmetallfelgen aufnehmen) eine Mischbereifung aus zwei halbabgefahrenen Uniroyal Sommer- und zwei fast neuen (kaum Profilverlust, die Gumminippel noch teilweise vorhanden) Ganzjahresreifen. Wenn ich eines nicht mag, dann sind es unberechenbare Reifen… Mischbereifungen sind selten gut.
Die Winterreifen zu fahren verbot sich angesichts des sehr vertrauenserweckenden Namens “Infinity”, der wohl vom zu erwartenden Bremsweg inspiriert war und vor Allem angesichts des österreichischen Winterreifentests. Außerdem sollte das Plüschtier ja eben kein Winterauto werden und eigentlich nur bei gutem Wetter aus der Garage.
Also galt es die Mischbereifung zu bereinigen. Der erste Impuls war, den Wagen rundum auf die Uniroyal zu stellen (zwar nicht mit diesem Modell, aber mit dem Vorgänger hatte ich auf dem Sportunimog gute Erfahrungen gemacht). Leider trugen die schon aufgezogenen Reifen nur den Geschwindigkeitsindex T, so daß ich den Reifensatz dann ausschließlich auf dem Plüschtier würde nutzen können – und nicht auf dem Schneewittchen auffahren könnte. Die Nutzung als alleiniges Spielzeug läßt keine großen Laufleistungen erwarten, so daß die Reifen aushärten würden bevor sie an die Profilgrenze kämen. Mit der Option, die Felgen umzustecken und dann in einem halben Sommer das Restprofil aufzubrauchen würde das deutlich wirtschaftlicher. Würde, denn es geht nicht. Geschwindigkeitsindex unterhalb der Höchstgeschwindigkeit ist bei Sommerreifen nicht nur verboten, sondern dazu noch eine richtig blöde Idee. Die Vredesteine als Ganzjahresreifen sind dagegen M+S-codiert, eine Nutzung auf dem deutlich schnelleren Schneewittchen wäre damit (Warnaufkleber im Cockpit vorausgesetzt) möglich…
Eine kurze Recherche trug zutage, daß es sich bei dem Quatrac 3 um einen Ganzjahresreifen alter Schule handele, der eindeutig sommerorientiert ausgelegt sei, für einen Ganzjahresreifen ein ganz manierliches Handling biete und das ganze mit eingeschränkter Schneetauglichkeit erkaufe. Und obwohl das Plüschtier Schönwetterspielzeug bleiben sollte wurden mir die Reifen plötzlich sympatisch, denn zum geplanten Einsatzgebiet würden wohl auch Alpenquerungen und, sofern die OHL zustimmt, auch eine Fahrt zum diesjährigen Intsaab nach Norwegen gehören. In beiden Fällen wäre nicht auszuschließen, daß man auf Paßfahrten im Gebirge auch im Sommerhalbjahr mit unsommerlichen Straßenverhältnissen konfrontiert werden könnte.
Die folgenden Ausfahrten fanden wie geplant immer bei angenehmem Wetter statt, wo die Vredesteine dann keinen so schlechten Eindruck hinterließen: das Einlenkverhalten auf trockener Straße ist recht spontan, der Grip erscheint ausreichend und nur auf Nässe neigt der Wagen bisweilen leicht zum untersteuern. Das sehr direkte Einlenkverhalten scheint der Reifen einer recht steifen Karkasse zu verdanken, und so kommen wir zu meinem hauptsächlichen Kritikpunkt: der Reifen rollt nicht besonders sanft ab sondern wirkt knochig und stoßig. Um ein halbwegs erträgliches Komfortniveau zu erzielen muß ich den Reifendruck gegenüber meinen gewohnten Michelin deutlich reduzieren.

Und dann kam Ostern – mit drei Jahreszeiten in zehn Minuten.
Losgefahren bei strahlendstem Sonnenschein, dann ein leichter Schauer, dunkle Wolken und Nachmittagssonne. Ein grandioses Licht, das einen an romantische Gemälde toskanischer Landschaften erinnert. (Kein Bild, ich war zu sehr damit beschäftigt, die Fahrt zu genießen.) Über eine Kuppe, Einfahrt in ein Waldgebiet, und plötzlich ist alles weiß.

Photo: Alexander Fuhrmann

Photo: Alexander Fuhrmann

Der Schnee schmilzt schnell, aber er fällt so dicht, daß die Fahrbahn weiß bedeckt bleibt. Die Straßen sind leer und so nutze ich die Chance, den Reifen mit einer Vollbremsung etwas an seine Grenzen zu treiben. Er greift überraschend gut und blockiert viel später als auf diesem Gleitfilm aus schmelzendem, nassen Neuschnee zu erwarten. Auch das anschließende kräftige Beschleunigen geht ohne viel Aufhebens vonstatten (wobei hier sicherlich mitgeholfen haben dürfte, daß gefühlt die Hälfte der vom Motor abgegeben Leistung im Wandler versumpft). Von Aquaplaning bei Landstraßengeschwindigkeiten keine Spur, auch nicht bei dieser fiesestmöglichen Pampe.
Wie sich der Wagen auf festem Schnee und Eis verhält läßt sich so natürlich nicht beurteilen. Das ist aber egal, denn wirklichen Winterbetrieb wird der Wagen nie erleben. Bei alpinen Wetterumschwüngen allerdings scheint der Reifen zu halten, was ich mir von ihm versprochen habe.

Photo: Alexander Fuhrmann

Photo: Alexander Fuhrmann

Ad tertiam: zum Verbrauch. (Der Text zieht durch.)
Der Wagen scheint mir etwas sparsamer geworden zu sein, er scheint auch durch das fleißige Ölwechseln und freifahren etwas Leistung und Kompression zurückgewonnen zu haben. Es deutet sich an, daß der Wagen im Stadtverkehr (außerhalb der rush-hour) sparsamer sein dürfte, als bei Autobahnrichtgeschwindigkeit; der sweet spot aus Vorwärtskommen, Lärm und Verbrauch scheint sich bei Überführungsfahrten bei ca 105km/h zu befinden. Auf der Rückfahrt ins Hauptwrack ist es mir so gelungen, den Verbrauch auf 9,2 Liter zu drücken. Ein grotesker Wert, wenn man bedenkt, daß ein 900 mit Schaltgetriebe bei gleichem Tempo an der sieben-Liter-Marke kratzt.

Jetzt geht es zurück in die Garage; das geneigte Publikum wird den Wagen voraussichtlich zum nächsten Mal anläßlich der Oldtimertage Berlin/Brandenburg bestaunen können – so die OHL die Teilnahme genehmigt.

Veröffentlicht unter Automobiles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Unter Gleichgesinnten

Photo: Uli aus München.

Photo: Uli aus München.

Heute war Saisonauftaktstreffen der Arbeitsgruppe Fahrdynamik, bei der wir auch direkt ein hochkarätig motorisiertes Neumitglied begrüßen durften (welches freundlicherweise auch das heutige Photo beigesteuert hat).

Veröffentlicht unter Automobiles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Am Wochenende

… ist es endlich soweit: ich hole dat Schneewittchen in München ab. Fast 11 Monate sind vergangen, seit das Getriebe zum ersten Mal im Schiebebetrieb mit merkwürdigen Geräuschen auf sein Unwohlsein aufmerksam machte – bei lächerlichen 534.000km. Elf Monate, in denen mich manchmal Zeifel am Konzept “900 Geradschnauzer im Alltag” überkamen.
Ich bin mir sicher, daß die Zweifel in wenigen Stunden verflogen sein werden. Trotzdem muß jetzt irgendwas an der Ersatzteilversorgung passieren, so kann das auf Dauer nicht weitergehen.

Bild: Frank Trubendorffer.

Bild: Frank Trubendorffer.

Von der Freude auf das Wiedersehen einmal abgesehen bin ich besonders gespannt, ob die nebenbei erfolgtem Modifikationen (7er Primär, hydraulische Motorlager) den erwünschten Effekt im Langsstreckenkomfort erzielen.

Veröffentlicht unter Automobiles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Ein Kommentar