Der Klassiker: Heizungswärmetauscher im Saab 9000

Es gibt Dinge, die gehen immer kaputt. Immer. Und immer genau dann, wenn man eigentlich etwas anderes vorhat. Ich hätte also eigentlich wissen müssen, was da kommt, und eine gewisse Vorahnung hatte ich auch.

Im Schwedenchroma hatte ich die ganze letzte Saison über immer ein leichtes Würzsaucen-Aroma gerochen, die Scheibe beschlug auch schnell. Nachdem es aber über den vorletzten Winter den Kühler dermaßen zerlegt hatte, daß dieser das gute Glysantin fein vernebelt im Motorraum verteilt hatte, wo es überall grüne Spuren hinterlassen hatte hatte ich gehofft, daß es sich nur um ausdampfendes Restmengen handle.
Nah Saisonbeginn kehrte das Proble aber zurück – gefühlt auch schlimmer als zuvor. Nach einem Jahr dürfte ein olfaktorischer Einfluß des vorjährigen Kühlerschadens aber auszuschließen sein.
Besonders nervig war die beschlagfreudige Frontscheibe bei feuchtkühler Witterung, vor Allem da die Klappensteuerung der Klimaanlage streike, sich somit auch nach nachdrücklicher Aufforderung keine ausreichende Luftmenge zum Austritt aus den Defrosterdüsen überreden ließ. Zum Glück hatte ich letztes Jahr günstig ein Klimabedienteil/Steuergerät günstig erstanden.
Der Wagen stand eh zwecks HU/AU bei Docteur-D, also könnte man auch gleich Nägel mit Köpfen machen. Der Doc meldete sich dann auch recht bald mit einer guten Nachricht: an der Steuerung der Klimaanlage läge das nicht… der Stellmotor selbst sei defekt. Und so nebenbei sei, wie vermutet, der Heizungswärmetauscher überfällig.

Dann lag die leichte Schmierigkeit des Beifahrerfußraumteppichs also auch nicht an übereifrigem Fluidfilm (es gibt da ab Werk ein kleines Loch im Schweller)… Irgendwie übberraschte mich das auch nicht mehr wirklich. Man wird ja noch hoffen dürfen, aber das Hoffen nützte wieder einmal nichts.

Ich fasse zusammen:
– AU/HU,
– Neubefüllung der Klimaanlage (umgerüstet von r12 auf r134 – letzteres diffundiert deutlich stärker durch die Schläuche, auch wenn sich keine “echten” Lecks finden lassen. Alle zwei Jahre fehlen also erfahrungsgemäß ca 30-50%.),
– Endtopf der Abgasanlage tauschen,
– Klimaklappengedöns instandsetzen,
– Heizungswärmetauscher tauschen,
– und deshalb zwangsweise zerlegen/zusammensetzen des halben Innenraumes.
Wird also – mal wieder – mindestens hoch dreistellig. Mindestens.

Eigentlich wollte ich ja diesen Sommer den Dachhimmel neu beziehen lassen. Zum Glück gibt es Stecknadeln.

PS: Hoffentlich zuverlässigerer Ersatz für die fahnenflüchtige Dachabschlußleiste ist montiert.

Veröffentlicht unter Automobiles | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nachlese: Oldtimer-Tage Berlin-Brandenburg

Vor gut einem Monat fanden im vormaligen Meilenwerk, seit geraumer Zeit unter dem deutlich weniger eingängigen Namen Classic Remise firmierend, die Oldtimertage Berlin Brandenburg statt. Wenn man nun schon in CharlottenburgCharlottengrad, also fast in der näheren Nachbarschaft, nächtigt wäre eine Nitteilnahme nicht verzeihlich, vor Allem da für mich der Eintrittspreis gleich doppelt entfiel: als Fahrer eines H-gekennzeichneten Fahrzeuges hatte man freien Eintritt, sofern man sich in der Lage sah, den Wagen prominent zu parken und einen Zettel mit technischen Daten auszufüllen; zum Anderen durfte das Formula-Student-Team der TU Berlin, für das zu photographieren ich gelegentlich die Ehre habe, die altehrwürdige Veranstaltung etwas aufpeppen.

Anbei meine unmotivierten Schnappschüsse des Wochenendes. Dem aufmerksamen Betrachter werden einige Dinge nicht entgehen:
1. das Straßenbahndepot ist auch unabhängig von solchen Veranstaltungen einen Besuch wert
2. am zweiten Tag war ich zu faul zum photographieren, sonst gäbe es Bilder eines absolut großartig patinierten Volvo radiobils
3. die Jungs bei Atelier Automobile verfügen offensichtlich über Humor
4. einem großen Mercedes steht Patina genauso wie hochglänzendes Wachs
5. der Verfasser dieser Zeilen ist eindeutig ein Kind der 80er Jahre.

Veröffentlicht unter Automobiles, Bildliches | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Zum Ölwechseln mal eben nach Luxemburg – oder: wie man mit Youtube reich wird/werden könnte

Saabfreund L. aus R. in L. schrieb mich neulich an: er habe eine Tür für den Schwedenchroma, in Form und Farbe passend. Ob ich Interesse hätte? Natürlich hatte ich. Zu dem Preis erst recht. Letztes Wochenende hatte ich auch Zeit. Ich haderte nur mit mir, wie ich sie abholen solle – der Fiat steht noch bei doctor-d (Heizungswärmetauscher- und Lüftungsverstellungsklappenmotortausch), das Plüschtier ist zu langsam und versoffen (und außerdem brüllt einen auf der Autobahn der unter der Haube mit weit jenseits der 4000/min randalierende b201 an), beim Schneewittchen dagegen wäre der Service überfällig…
L. hatte eine Idee. “Dann mach den Ölwechsel doch einfach bei mir… Grillen können wir auch.” Im Kofferraum schwappten eh schon einige Liter Mobil1 herum, ein Filter lag auch drin. Das Ölfilter hatte der Schwedenteiletim beim letzten Besuch in Essen in den Kofferraum geworfen: “Hier. Nimm das mal mit… für den Spontanölwechsel zwischendurch. Saabfahrer wechseln doch gerne und oft…”
Der Mann kennt seine Kundschaft.

Nicht auf dem Bild: ein ambassadorblauer CD. (c): Sara Ribeiro Domingos

Nicht auf dem Bild: ein ambassadorblauer CD.
(c): Sara Ribeiro Domingos

Samstag morgen also das Auto angeworfen, ab auf die Bahn, Tempomat bei gepflegter Linksspurgeschwindigkeit gesetzt und gen Luxemburg geglitten. Liegt ja direkt um die Ecke von Berlin aus (es sind zumindest deutlich unter 800km). L. kredenzte lokales Orangenschalenbier und warf Scheinespeck und Thüringer, die nicht so heißen dürfen und sehr empfehlenswerte, weil deftige luxemburger Mettwürste auf den Grill. Im Anschluß eine Fahrwerkstestrunde, um das abgekühlte Öl zu erwärmen – wir wollten ja noch das Öl wechseln. Inzwischen hatte sich auch Je-Lo, für den ich mal einen Rentnerwagen überführt hatte eingefunden.
Hier unterlief uns aber der entscheidende Fehler des Abends: es lief keine Videokamera. Während sich “the most unpractical man (Pause) in the world, which is (Pause) me” also nach Kräften bemühte, den Schmierstoffwechsel mit möglichst geringen Kollateralschäden durchzuführen, standen L. und Je-Lo darum herum und kommentierten hilfreich. “Tonight – Martin drops a screw”… Ich weiß schon, warum ich sowas in der Regel machen lasse.

Zum anschließenden, in Luxemburg für petrolheads obligatorische Mitternachtsimbiss in Wasserbillig reisten wir mit Je-Los famosem, tempomatiertem 525td an, den ich auf der Rückfahrt probefahren durfte. (Der Wagen wäre übrigens zu haben: lächerlich geringe Laufleistung, vollständiges Scheckheft. Ich bin noch nie einen e34gefahren, der so sehr Neuwagenfeeling ausstrahlte.) Hier wurde auch das Konzept für unseren Youtube-Kanal erstellt: the most unpractical man (Pause) in the world erledigt diverse Wartungsarbeiten an alten Autos – was durch umstehende Petrolheads fachkundig und motivierend kommentiert wird. Der komödiantische Wert ist nicht unerheblich. Könnte ein Renner werden.

Ebenfalls unterhaltsam war das Verladen der Chroma-Tür: was passiert, wenn man spätmorgens einfach so losfährt und beschließt, den zur Funktionsfähigkeit erforderlichen Kaffee der Zeitersparnis wegen lieber unterwegs einzunehmen? Genau, man fährt einfach los. Mit halbvollem Kofferraum und noch an den Griffen im Fond hängendem Anzug. Nächtliches Kofferraumtetris jedenfalls scheint für die umstehenden Unbeteiligten auch nicht ununterhaltsam zu sein. Aber dat Schneewittchen wäre kein Saab, wenn es keinen Platz böte – auch in einem unpraktischen Sedan bekommt man alles mit, was man mitnehmen will.

Das Transportgut wurde am Folgetag noch mehr: von Luxemburg aus ist es nicht weit bis in die Pfalz, und wenn man schonmal in der Nähe ist kommt es auf die paar Kilometer ja auch nicht mehr an. Abstecher nach Süden, B10 bei Annweiler gesperrt, Umleitung über pittoreske Dörfer. Hohe Heckantriebsalfadichte, die Pfälzer scheinen Geschmack zu haben…
Kaffee in Landau, einen himmlischem Maserati 3200GT bestaunen (diese Rücklichter! Das Detailing von Glossworks ist aber auch nicht ohne), eine skandinavische Designikone in den Kofferraum packen tetrisspielen, Volltanken und zurück auf die Bahn.

loadtape

1700km in anderthalb Tagen und zweieinhalb Tankfüllungen. Das Auto kann es immer noch – auch kurz vor seinem 30. Geburtstag. Aber das selberschrauben sollte ich wohl bleibenlassen. Oder aber filmen. Kerzen und Luftfilter müßten auch noch neu…

Veröffentlicht unter Automobiles, Spielzeug | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Insektenvernichtungsmittel am Ostseestrand

Was dem Münchner der Starnberger See ist dem Berliner die Ostsee. Zu Pfingsten also schnell nach Rügen…

Ladedruck - bewährt in der Insektenbekämpfung seit 541.000km

Ladedruck – bewährt in der Insektenbekämpfung seit 541.000km

Auf dem Weg dahin noch schnell die 541k vollgemacht. Schneewittchen läuft gut und dank 7er primär auch recht sparsam. Nur an die Rückwärtsgangsperre müssen wir nochmal ran, richtig heißgefahren landet man nämlich gerne beim Einlegen des fünften Ganges in der Rückwärtsgangebene. Das hört sich dann gar nicht gut an und ist der Lebensdauer des frisch überholten Getriebes auch sicherlich nicht förderlich… aber das ist nur eine Einstellungssache.

Rügen selbst hat einige recht kitschige Ecken zu bieten. Geradezu grotesk hübsch ist das Seebad Sellin, das sich auch bei (kitschigen) Neubauten bemüht, möglichst wilheminisch zu wirken.

Zur Übernachtung und Einkehr sehr empfohlen sei die Pension Tatjana nebst angeschlossenem russischen Restaurant.

Veröffentlicht unter Automobiles, Bildliches | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Vorschau: die Bis-ans-Ende-der-Welt-Fahrt 2007

Ja, das habe ich vor zwei Jahren schon einmal versprochen. (Einige Bilder gibt es ja auch schon in der Vorstellung desSportunimogs.) Aber jetzt geht es los. Wir arbeiten dran! Wirklich. ;-)

Am Polarkreis.

Am Polarkreis.

Veröffentlicht unter Automobiles, Bildliches | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bißchen Schwund is’ immer.

Waschsstraße plus Autobahnfahrt gleich Dachleisten minus eins.

Linke C-Säule: Hier fehlt etwas.

Linke C-Säule: Hier fehlt etwas.

Zum vergleich der Sollzustand auf der rechten Fahrzeugseite.

Zum vergleich der Sollzustand auf der rechten Fahrzeugseite.

Sollte der geneigte Leser zufällig eine solche Dachabschlußleiste für einen Fiat Chroma Saab 9000 CC zur Hand haben, derer er überdrüssig ist und von der er sich gegen gar horrende Summen trennen würde, oder aber, so er nicht im Besitz derselben ist, eine Bezugsquelle nennen können bitte ich um Kontakaufnahme.

Veröffentlicht unter Automobiles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Bosnien und Herzegovina, 2007

Steht seit acht Jahren auf der Liste “müßte man mal wieder hinfahren”. Die Bilder bitte ich zu entschuldigen, ich hatte damals noch keine Ahnung, was ich da eigentlich mache…

Veröffentlicht unter Architektur, Bildliches | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar