киев в берлине – oder: was lange währt…

Vor geraumer Zeit lief mir in einem Altautoforum eine Kiev 4 zu. Nun habe ich bekannterweise eine Schwäche für mechanische Dinge, für Photoapparate im Allgemeinen und für Außergewöhnliches erst recht. Eine Meßsucherkamera hatte ich noch nie besessen, noch nicht einmal in der Hand gehalten, und so war eigentlich von Anfang an klar, daß ich nicht nein sagen konnte, zumal eine Leica oder Contax (auf der die Kiev basiert) völlig unbezahlbar ist. Außerdem paßt die Kamera gut zur Uhr.

Dem ersten Spielkindimpuls folgend versuchte ich mich an Trockenübungen und scheiterte umgehend. Zum Glück hält das internet Bedienungsanleitungen bereit, nicht nur kyrillische, sondern auch eine englische.
Einige Zeit später, Zeit hier synonym mit Monat(en) zu verstehen, ergab sich die Gelegenheit die Kamera beim Kameraservice Ostkreuz zur Bestandsaufnahme, Durchsicht und Wartung zu geben. Dort war man recht angetan und ließ sich bei der Rückgabe sogar zu einem „die ist ja echt wie neu, ich mußte fast nichts machen“ hinreißen. „Fast nichts“ entspricht am Ostkreuz dann allerdings ungefähr 90 Doppelmark.
Der geneigte Leser wird mir die miserablen Bilder verzeihen, die ich in der Euphorie nach Wiederempfang der Kamera in einem Café mit dem Telephon fertigte:

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Man beachte die Inschrift "гост". Das ist die Filmempfindlichkeit. Die Skala hat natürlich relativ wenig mit den dem Mitteleuropäer eher geläufigen ASA- und DIN-Einteilungen zu tun...

Man beachte die Inschrift „гост“. Das ist die Filmempfindlichkeit. Die Skala hat natürlich relativ wenig mit den dem Mitteleuropäer eher geläufigen ASA- und DIN-Einteilungen zu tun…

Das war im August des letzten Jahres. Jetzt, kurze Zeit später, befindet sich dann nun auch tatsächlich der erste Film in der Kamera.
Ich bin gespannt!

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Über turboseize

Das Leben ist zu kurz für langweilige Autos.
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4 Antworten zu киев в берлине – oder: was lange währt…

  1. haukef schreibt:

    Neid ! Und Glückwunsch zum feinen Stück Technik.
    Dann warte ich mal noch ein klitzekleines bißchen und harre der Ergebnisse, die da kommen mögen 😉 Hoffentlich ist sie dicht …

    • turboseize schreibt:

      Den ersten Film hat sie schon gehimmelt. Beim zurückspulen abgerissen. Den zweiten hatte ich nicht richtig eingelegt. Ich bin eindeutig zu grobmotorisch für das Gerät! Zum Glück gab’s ein fensterloses Badezimmer in der Nähe. Flugs die Jacke vor den Lüftungsschlitz geworfen und Dunkelkammer improvisiert. Vielleicht kann man da noch etwas retten, Fingerabdrücke werden auf jeden Fall drauf sein. Sowas hat bei mir aber Tradition. Der Erstversuch mit einer neuen Kamera endet immer im Desaster. Deshalb kommt da ebenfalls tradionsgemäß irgendein billigster Agfa oder Fujicolor rein bis ich meine Wurstfinger im Griff habe. 😉

      • haukef schreibt:

        … für solcherlei Aktionen ebenso wie für die ersten Tapser Film einspulen Entwickelpatrone empfiehlt der ausgebufft gewiefte Leidensmann, einen unzerteilten toten, aber entwickelten Film zur Hand zu haben. Für die Trockenversuche bei Sonnenschein 😉
        Das wird schon werden. Da bin ich zuversichtlich. Das Ding kann ja nicht flüchten 😉

  2. Pingback: для Наташи – für Natascha | Schneewittchensaab

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