Test: Pentax K5 II

Alles Gute beginnt mit einem Ärgernis. So wollte ich mich neulich (auch schon wieder einige Zeit her… wie die Zeit rennt!) anhand der freundlicherweise von meinem Lieblingsautoteilehändler zur Verfügung gestellten Teile an der Produktphotographie versuchen. Ohne Studio und ohne Licht gar nicht so einfach, aber wofür kann der Mensch denn improvisieren…

Was zuerst vielversprechend aussah, entpuppte sich dann am Rechner als herbe Enttäuschung. Sensordreck. Vom Feinsten. Und diesmal in einem Ausmaß, das sich nicht mehr ignorieren ließ.

Das war eindeutig zu viel.

Die erste Reaktion, wenn man an seine Grenzen kommt ist immer noch dieselbe wie damals in der Schule: dann wird eben geschummelt. Nehmen wir doch einfach einen schwarzen Hintergrund, dann fällt der dunkle Dreck auch gar nicht mehr auf…


Schön. Aber was, wenn man irgendwann dann mal schwarze Kunststoffteile hätte? Es half nichts, der Dreck mußte weg, und nachdem alle Versuche der Kontamination mit Bordmitteln Herr zu werden schon zuvor grandios gescheitert waren führte an einer Sensorreinigung im Fachhandel nichts vorbei.

Am nächsten Tag brachte ich die Kamera zu Photo Hess in der Kaiser-Friedrich-Straße. Dort gab man mir im Austausch eine K5 II. Leider nur kurzfristig, denn das Promotionsangebot von Pentax sah die kostenlose Leihe leider nur für maximal zwei Tage vor. Mit einer K5 hatte ich ja schon seit ihrem Erscheinen geliebäugelt, so daß ich das Angebot natürlich gerne annahm.

(Man sehe mir bitte die miserable Qualität nach, mit dem Telephon ging das leider nicht besser.)

Erster Eindruck: Paßt.
Kompakt, schwer. Oder besser: die Kamera hat eine sehr wertige Dichte. Fluffigen Plastikkram möchte ich beim Photographieren nicht in der Hand haben müssen, eine Kamera muß Solidität ausstrahlen – und braucht auch aus ganz praktischen Erwägungen eine gewisse Masse: die schützt nämlich vorm Verreißen. Auch ergonomisch gibt es nichts auszusetzen: alles ist da, wo man es vermutet und braucht. Pentax eben.

Besonderes Lob widerfuhr der K5 im Netz für ihr Rauschverhalten bei hohen Empfindlichkeiten. Gut, dann wollen wir das doch einmal ausprobieren. Ich mußte eh noch dem Schneewittchen, daß sich wie neulich angesprochen zur Blechkur befand eine Visite abstatten. Termi konzentriert sich zwar jetzt auf Fahrräder (wobei das Wort „Fahrrad“ seinen zweirädrigen Kunstwerken nicht gerecht wird), besitzt aber immer noch Garage und Hebebühne – und offensichtlich mag er den Wagen…
Was lag also näher, als beides zu verbinden? In der Garage ist es dunkel, es gibt fieses Kunstlicht und harte Kontraste. Ein fordernderes Testprogramm fiele mir auch jetzt im Nachhinein nicht ein. Als besondere Gemeinheit beschloß ich, ausschließlich als .jpg zu photographieren. Genutzt wurde das Kitobjektiv (18-55mm 1:3.5 – 5.6 WR) und mein altes Pentax-A 28mm 1:2.8.

Die Bilder mit den Turboschriftzügen haben am Rechner etwas mehr Kontrast bekommen, ansonsten ist alles (außer dem Verkleinern) so, wie es die Kamera auf die Speicherkarte geschrieben hat. Je eines mit 400 und 800, den Großteil aber mit ISO 1600 bis 3200. Doch, die k5 kann was. Gerne habe ich sie nicht zurückgegeben…

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Das Leben ist zu kurz für langweilige Autos.
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3 Antworten zu Test: Pentax K5 II

  1. nællo schreibt:

    pentax and saab – perfect combination

  2. Hauke schreibt:

    … kann ganz offenbar was, dem Gerät 😉 Feini feini hat der Mann sich rumgetrieben, in der Fahrradwerkstatt. Finden durchaus Gefallen, die Einsichten und détails.

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