Nach Süden!

Wie vor geraumer Zeit hier angedeutet begab sich der Verfasser vor zwei Monaten studienreisend nach Italien. Das äußerst umfangreiche Programm (der Universität geht es entgegen des ersten Eindruckes weniger um das Klassenfahrtserlebnis, sondern um die Bildung): eine Woche Architektur in Turin und Genua. Den geneigten Leser erwarten neben Stadtrundgängen vor allem Carlo Mollino, Pier Luigi Nervi und Franco Albini, aber auch ein Gebäude mit Steilkurve. Auf dem Dach.

Zuerst aber die Anreise. Nachdem wir das H. Simpson zugeschriebene Zitat „Nur Versager und Terroristen fliegen Linie“ uneingeschränkt bejahen können, der wirtschaftliche Erfolg die Beechcraft aber noch nicht ganz hergibt blieb nur der Kraftwagen. Der bietet darüber hinaus den großen Vorteil, nicht nur über, sondern durch die Schweiz reisen zu können. Von einer Paßstraße hat man im Flugzeug oder Zug ja nichts.

1200 Kilometer ergeben mit Pausen und Stau in Bregenz (den wir nutzen, um uns Peter Zumthors Kunsthaus wenigstens von außen zu besehen) 14 Stunden. Zum Glück sind Saabsitze bequem…
Besetzt mit 5 Personen samt Gepäck, einem Werkzeugkoffer, umfangreicher Photoausstattung und diversen Litern Betriebsflüssigkeiten, die man im Fall der Fälle nicht nachts an einer Autobahnraststätte zum fünfunddreißigfachen Preis erwerben möchte benötigt ein schwedischer Fiat bei halbwegs zivilisierter, an StVO und Richtgeschwindigkeiten orientierter Fahrweise zwischen 7,9 und 8,6 Litern auf hundert Kilometern. Insbesondere die beiden Alpenquerungen mit (wenn auch knapp) unter 8 Litern Durschnittsverbrauch sind beeindruckend, vor allem wenn man sich die Verbräuche neuerer Benziner anschaut. Was hat VW eigentlich die letzten 24 Jahre gemacht?

En route:

Die Turiner Unterkunft befand sich zwar nicht unbedingt in allerbester Lage, bot dafür aber Alpenblick.

Den Abschluß des Tages bildete eine großartige und erstaunlich preisgünstige Pizza an der Straßenecke, mit der das auch frischgeöffnet stets leicht schale Moretti leider nicht ganz mithalten konnte.

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Über turboseize

Das Leben ist zu kurz für langweilige Autos.
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Eine Antwort zu Nach Süden!

  1. Pingback: Carlo Mollino: Lutrario Music Hall | Schneewittchensaab

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