Curbs Club Cologne

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Als das Wetter noch unangenehm warm war, bevor ich erst in Arbeit versank, dann einige Male verreisen mußte, bevor mich schließlich ein lebensbedrohlicher Männerschnupfen für einen guten Monat jeglicher produktiven Tätigkeit wie auch Prokrastination entzog, vor all dem also folgte ich einer Einladung nach Köln.
Köln, das ist jenes zweitausendjährige Millionendorf am Rhein, deren Bewohner den Fehler begangen, nach der mit freundlicher britischer Unterstützung erfolgten thermischen Stadtsanierung neue zweckmäßig-schlichte Nachkriegsbauten auf dem gleichen pittoresken mittelalterlichen Grundriß zu errichten, in den – immerhin – einige Schneisen für spaghettiknäuelartig verwobene Schnellstraßen geschlagen wurden. Von diesen abgesehen besteht Köln aus einem für Ortsunkundige völlig unverständlichem wie undurchdringlichem Einbahnstraßendschungel, dessen unwegsame verschlungene Pfade gesäumt sind von eklatantem Parkplatzmangel.
In Köln Auto zu fahren macht folglich überhaupt keinen Spaß. Aber das ist auch nicht schlimm; Autos sind dafür da, außerhalb der Städte und zwischen Städten unterwegs zu sein. Für die innerstädtische Mobilität gibt es ja U- und S-Bahnen, Fahrräder und Schuhsohlen. (Vgl. dazu MAY, J.: „Landscape is for driving through and looking at.“)
Und wenn auch das Autofahren in Köln keinen Spaß macht, so gibt es doch auch in Köln genug Menschen, die sich davon nicht die Freude am Automobil vermiesen lassen. Es gibt schließlich nicht weit entfernt beiderseits des Rheins nette Mittelgebirgslandstraßen. Bei manchen besonders schönen Autos ist zudem auch völlig ausreichend, sich Samstagsabends mit einem Glas Wein davorzusetzen und sie anzuschauen…
Das lebensgroße Spielzeugauto erfordert mindestens einen Stellplatz, regelmäßig aber eine leidlich sichere Garage. An beidem mangelt es bekanntlich in jedem Ballungsraum, in Köln aber ganz besonders. Und wenn man dann doch mal eine Garage findet, dann ist die oft alles andere als perfekt

Leo B. Peschl betreibt in Köln eine Werkstatt, in der er sich mit seinem Team hauptsächlich um klassische Maserati, aber auch um einige Jaguar kümmert. Als er von immer mehr verzweifelten Kunden angesprochen wurde, ob er nicht sichere und trockene Stellplätze kenne und vermitteln könne, nahm er die Sache selber in die Hand und gründete den Curbs Club Cologne.

Neben der Werkstatt entsteht die „Boxengasse“ mit 114 Stellplätzen in fünfzehn unterschiedlich großen Boxen, in denen vom Mieter auch kleinere Wartungs- und Einstellarbeiten selber vorgenommen werden können. Hinzu kommen weitere 26 Einzelstellplätze im Obergeschoß. Alle Fahrzeugstellplätze verfügen über Luftentfeuchtung und Steckdosen, in den Boxen gibt es außerdem einen Druckluftanschluß. Ein Aufbereiter ist ebenfalls direkt auf dem Gelände ansässig, für die Mieter wird es einen Clubraum geben.

Im Unterschied zu den konzeptionell eher exhibitionistischen Meilenwerken/Classicremisen, die sich in einigen anderen Großstädten finden, werden die Stellplätze des Curbs Club nicht öffentlich zugänglich sein. Hier liegt der Focus nicht auf dem Zurschaustellen des automobilen Schätzchens, sondern auf dessen sicherer und sachgerechter Unterbringung.
Das beginnt mit der Kontrolle der Luftfeuchtigkeit, geht über feuersichere Raumabschlüsse der Boxen und Rauchmelder, Videoüberwachung, mehrstufige Zugangskontrollen zum Fahrzeugstellplatz bis hin zur Zusammenarbeit mit einem Sicherheitsdienst in unmittelbarer Nachbarschaft, der im Alarmfall in deutlich weniger als einer Minute auf dem Gelände eintrifft.

Die Preise inkl. Mwst.:
. Einzelstellplätze € 139,00 pro Monat
. Boxen (40 – 75 m2): € 400,00 – € 750,00 pro Monat
. Boxen (95 m2): € 1000,00 pro Monat

Eröffnen wird der Curbs Club im Spätherbst, also quasi jetzt. Zum Zeitpunkt meines Baustellenbesuches waren schon 70% der Stellplätze vermietet. Wer noch ein Auto unterbringen muß, der sollte sich tunlichst beeilen…

Liebes Team des Curbs Club, herzlichen Dank für den schönen Nachmittag!

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Über turboseize

Das Leben ist zu kurz für langweilige Autos.
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Eine Antwort zu Curbs Club Cologne

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